Volksbank: Kommt Fusion der Regionen?. Herzogenburg, St. Pölten / Volksbanken NÖ Mitte und Krems-Zwettl könnten verschmelzen. Aufsichtsräte und Vorstände sehen Vorteile.

Von Mario Kern. Erstellt am 14. April 2014 (15:45)
NOEN, HERBERT NEUBAUER (APA)
APA-FOTO: HERBERT NEUBAUER
Eine mögliche Fusion der Volksbank NÖ Mitte mit der Volksbank Krems-Zwettl steht im Raum: Unter dem Namen Volksbank NÖ St. Pölten-Krems-Zwettl AG könnte bald eine Zusammenlegung beschlossen werden.

Derzeit sei aber nichts fix, betonen der Vorstandsvorsitzende der Volksbank NÖ Mitte, Johann Bauer, und Rainer Kuhnle, Sprecher des Vorstandes der Volksbank Krems-Zwettl. „Wir befinden uns in vertieften Gesprächen, die Entscheidung darüber wurde aber noch nicht gefällt.“

Derzeit würden dafür Grundlagen und Parameter abgestimmt. Nach Zustimmung der Vorstände und Aufsichtsräte der Regionalbanken erfolge eine Behandlung in den jeweiligen Generalversammlungen.

„Eine Fusion brächte bessere Marktposition“ 

Sollte die Fusion zustande kommen, würde die fusionierte Volksbank ihren Sitz in St. Pölten haben, einige Verwaltungseinheiten blieben aber in Krems. Die beiden Verwaltungsgenossenschaften würden rund 94 Prozent der stimmberechtigten Aktien halten.

Von 251 Mitarbeitern würden künftig 55.000 Kunden betreut. Die 26 Geschäftsstellen hätten dann immerhin einen Anteil von 23 Prozent an der Bilanzsumme der Volksbanken Niederösterreichs.

Vorstandsvorsitzender Johann Bauer betont, es solle eine Zusammenlegung „auf Augenhöhe“ werden. Für eine Zusammenlegung sprächen eine bessere Marktposition und verbesserte Möglichkeiten zur Expansion. „Und damit viele Chancen für unsere Kunden durch mehr Kredite und mehr Eigenkapital.“

Die Regionalbanken könnten von ihren jeweiligen Stärken profitieren. Rainer Kuhnle: „Der Zusammenschluss würde uns ermöglichen, auch weiterhin unabhängig und noch besser die Wünsche unserer Kunden in den Regionen zu erfüllen.“