Neue Termine für Kulturbetriebe sind fixiert. In Walpersdorf möchte man die Saison am 10. April, in Thalheim bereits am 21. März eröffnen. Mit Spannung blickt man Ausführungen der Bundesregierung am 1. März entgegen.

Von Hans Kopitz und Alex Erber. Erstellt am 24. Februar 2021 (03:12)
Hofft auf Öffnung ab April: Harald Kosik (rechts), im Bild mit dem russischen Pianisten Boris Bloch vor einem der letzten Konzerte im Schloss Walpersdorf.
Hans Kopitz

Es ist ja nicht nur für uns eine Katastrophe, sondern für die ganze Kultur“, hat schon im Vorjahr der künstlerische Leiter der Schlossfestspiele Walpersdorf, Harald Kosik, im Gespräch mit der NÖN festgestellt. Damals konnte er nicht ahnen, dass im Februar 2021 Kulturveranstaltungen nach wie vor verboten sind. Es folgte ein Absage- und Terminverschiebungs-Desaster. Lucas und Arthur Jussen sollten mit Werken von Mozart, Schubert und Rachmaninow im November auftreten. Das Konzert wurde auf 6. März verschoben. Nun sollen ihre Auftritte am 9. und 10. September über die Bühne gehen.

Die stürmische Oster-Klang-Geschichte „Mäuschen Max liebt Farben sehr“ im Kinder-Abo findet nicht am 7. März, sondern erst am 10. Oktober statt. Die Philharmonische Ostermatinee in der Schlosskapelle, geplant für 28. März, soll nun endlich am 28. November das Publikum begeistern.

Die Hoffnung beruht nun auf eine Öffnung ab April, dann könnte die Saison am 10. April mit „Hungarian Romance“ mit den „Philharmonic Five“ gestartet werden.

Auch die Schubertiade Walpersdorf könnte termingerecht am Freitag, 7. Mai, in Szene gehen.

Der Start in die neue kulturelle Saison auf Schloss Thalheim erfolgte virtuell: Abwechslungsreich und unterhaltsam stellte der neue künstlerische Leiter Robert Lehrbaumer das vielfältige Jahresprogramm in einem gestreamten Präsentationskonzert vor, unterstützt von der Sopranistin Katharina Adamcyk. Das Video wurde auch online zum Erfolg.

In Thalheim wartet man auf den 1. März

Nun wartet alles auf den 1. März, auf jenen Tag, an dem die Bundesregierung verkündet, wie oder ob es in Sachen Öffnungen weitergehen soll.

„Wer Sehnsucht nach dem Kulturleben auf Schloss Thalheim hat, der kann sich gerne das Video der Spielplan-Präsentation auf unserer Homepage sehen – aber natürlich freuen wir uns auf jenen Zeitpunkt, an dem wir unsere Gäste und Künstler wieder vor Ort begrüßen dürfen“, ist Thalheim-Obfrau Sandra Gruberbauer guter Dinge. Denn pünktlich zu Frühlingsbeginn am 21. März steht mit einem Ensemble der Wiener Philharmoniker der erste Höhepunkt des Kulturjahres auf dem Programm. „Sportlich betrachtet haben wir die Trainingsjacken einmal abgelegt, die Schuhe aber noch nicht angezogen“, beschreibt Sandra Gruberbauer aktuell die Situation. Sie fordert zudem generell mehr Planbarkeit: „Die Besucher wollen sich schließlich orientieren, Karten müssen verkauft werden.“