Wölbling: Kucheninsel geschlossen, Kurzarbeit hilft. Die „Kucheninsel“ ist zur Untätigkeit verdammt. Chefin Sandra Müllner hält jedoch eisern an ihren Mitarbeiterinnen fest.

Von Thomas Heumesser. Erstellt am 01. April 2020 (05:46)
Die „Kucheninsel“ ist geschlossen, Das Bild zeigt Sandra und Stefan Müllner (Mitte), Tamara Schrefl und Katharina Stangl (oben) sowie Edith Krumböck und Andrea Sigmund (unten, jeweils von links).
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Dass die Auswirkungen des Coronavirus auch Oberwölbling dermaßen hart treffen könnten, hätten Wochen zuvor wohl weder Stammgäste noch Mitarbeiterinnen der „Kucheninsel“ geglaubt. Seit den Beschränkungen der Bundesregierung für die Gastronomie ist auch dieses Café geschlossen.

Trotz der damit wegbrechenden Einnahmen war von Anfang an oberste Prämisse, alle Mitarbeiterinnen im Betrieb zu halten. „Aufgrund der durch die Sozialpartner rasch eingeleiteten Unterstützung helfen uns die Möglichkeiten der Corona-Kurzarbeit durch diese schwere Zeit“, schildert Chefin Sandra Müllner. „Die viele Zeit beim Lernen mit den Kindern, beim Einkaufengehen für Eltern und Großeltern sowie das Zuhausebleiben mit der Familie kann dadurch von uns allen etwas entspannter genossen werden.“

So außergewöhnlich die Situation auch gerade sei, bringe sie doch auch positive Veränderungen mit sich. Viel aufgeschobener Papierkram könne aufgearbeitet, an neuen Ideen getüftelt und der Garten wieder gepflegt werden.

„Wir sind in Gemeinde sehr gut aufgestellt“

„Zum Positiven werden sich wohl auch die Einkaufsgewohnheiten der Österreicher ändern, da die Regionalität benötigter Waren nun eine wesentliche Rolle spielt“, ist Sandra Müllner überzeugt.

Dass viele Ab-Hof-Verkäufer nun auch einen Online-Shop mit Versand oder Zustellung anbieten, sei für den Komfort des Couch-Shoppings natürlich großartig. „Gott sei Dank sind wir in der Gemeinde Oberwölbling und Umgebung in dieser Hinsicht von Floristik über Fleisch, Milch, Brot und Gebäck bis Latexbekleidung sehr gut aufgestellt“ meint die Kaffeehausbetreiberin.

Und: „Hoffentlich hält der Wunsch der Verbraucher nach regionalen Erzeugnissen auch nach der Pandemie noch weiter an.“

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