Weißenkirchen: Klarer Fall für Perschling. Gemeinde Weißenkirchen wird umbenannt. Dafür haben sich 57,67 Prozent der Wahlberechtigten entschieden. Breitner: „Das Ergebnis ist für den Gemeinderat bindend.“

Von Alex Erber. Erstellt am 10. November 2014 (14:35)
NOEN, Mag. Peter Nussbaumer
Die Gemeinde Weißenkirchen an der Perschling soll in Zukunft Gemeinde Perschling heißen: Das ist das deutliche Ergebnis der Bürgerbefragung, die am Sonntag durchgeführt wurde.

Ortschef Breitner: Ergebnis ist bindend

NOEN, Mag. Peter Nussbaumer
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Von 1.271 Wahlberechtigten gaben 789 Stimmkarten ab, das entspricht einer Wahlbeteiligung von 62 Prozent.

Bei sieben ungültigen Stimmen entfielen 451 Stimmen (57,67 Prozent) für die Umbenennung („Ja“) und 331 Stimmen (42,33 Prozent) gegen die Umbenennung („Nein“).

In einer ersten Stellungnahme zeigte sich VP-Bürgermeister Reinhard Breitner mit der hohen Wahlbeteiligung und mit dem Ergebnis zufrieden. Er erklärte, dass das Ergebnis für den Gemeinderat bindend ist.

LLP und SP sind mit Ausgang zufrieden

Zufriedenheit herrscht auch bei Gemeinderat Peter Nussbaumer von der Liste Lebenswertes Perschlingtal (LLP): „Aus meiner Sicht ist die Entscheidung logisch richtig und entspricht der zentralen Bedeutung des Ortes Perschling für die Gemeinde. Diese Umbenennung hätte schon Jahrzehnte früher, entweder bei der Zusammenlegung der Gemeinden Weißenkirchen und Murstetten oder spätestens zu dem Zeitpunkt erfolgen müssen, als das Gemeindeamt nach Perschling übersiedelt wurde.“

NOEN, Mag. Peter Nussbaumer
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Den Ausgang der Wahl begrüßt auch SP-Gemeinderat Gerald Redl: „Die Umfrage ist in meinem Sinn ausgegangen. Das Wichtigste ist, dass die Diskussionen nunmehr beendet sind. Die Entscheidung ist gefallen und muss umgesetzt werden.“

Orts-FPÖ ist geteilter Meinung

Geteilte Meinungen bei der FP: „Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden! Ich wünsche mir aber, dass die Gemeindebürger auch in Zukunft gut miteinander umgehen, auch wenn das Ergebnis dem einen oder anderen nicht passt“, erklärt Gemeinderat Gottfried Nussbaumer.

Parteiobmann Franz Peter Nussbaumer verhehlt seine Enttäuschung nicht: „Ich bin mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Außerdem habe ich geglaubt, dass die Entscheidung viel knapper ausfällt. Es gibt keine Sieger und keine Verlierer, man hätte sich das Ganze ersparen können. Es wurde ein Zwist in die Bevölkerung hineingetragen.“


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