Welchen Sinn hat TKG?. Debatte / Die Traismaurer Kommunalentwicklungs-GmbH bekam neuen Geschäftsführer. Das war Anlass einer Grundsatzdiskussion. MIT-Forderung nach Auflösung wurde abgelehnt.

Von Günther Schwab. Erstellt am 25. Juni 2014 (00:01)
NOEN, Schwab
Sie lenken die Geschicke der TKG: Bürgermeister Herbert Pfeffer und Jürgen Nageler.

TRAISMAUER / Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung stand einmal mehr die Traismaurer Kommunalentwicklungs-GmbH (kurz TKG) im Brennpunkt der Diskussionen.

Es gab eine Änderung in der Geschäftsführung. Neuer Co-Geschäftsführer neben Bürgermeister Herbert Pfeffer (SP) wurde Jürgen Nageler. Er ist in der Hypo Real Consult ebenfalls Geschäftsführer und dort für Finanzen, Recht, Organisation und Immobilienverwaltung zuständig.

Nageler löst Fuchsbauer ab

Der bisherige Co-Geschäftsführer Günther Fuchsbauer wurde vom Gemeinderat abberufen. „Grundsätzlich wäre dieser Schritt zu einer Professionalisierung zu begrüßen, denn die bisherige Geschäftsführungstätigkeit seit 2011 ist wahrlich keine Erfolgsstory!“, so Wirtschaftsstadtrat Lukas Leitner von der Liste MIT. Weiters: „Diese Gesellschaft hat bisher nur Kosten für die Gemeinde verursacht. Es gibt keinerlei Nutzen oder konkretes Projekt, das diese Gesellschaft kostengünstig und effizient erledigt hätte. Daher wäre eine sofortige Liquidierung der Gesellschaft und Wiederrückführung der Vermögenswerte der Gesellschaft, allesamt Immobilien der Stadtgemeinde, in den direkten Besitz der Gemeinde ökonomisch gesehen am besten.“

Auch die Informationspolitik seitens der Hypo Real Consult in Sachen Abgang von Günther Fuchsbauer, der sich schon seit rund einem Jahr abgezeichnet hat, wurde seitens der Liste MIT kritisiert. Die Stadtgemeinde Traismauer hat davon erst Anfang Juni erfahren.

„Bringt wichtige  Projekte auf Schiene“

Natürlich ist die Sichtweise von Bürgermeister Herbert Pfeffer eine ganz andere: „Die TKG arbeitet erfolgreich und bringt auch wichtige Projekte für die Stadtgemeinde auf Schiene. Sie nutzt Ressourcen, die sich aus der Partnerschaft mit Immobilienexperten ergeben. Auch hinsichtlich von Steuerersparnissen ist die Gesellschaft ein nützlicher Faktor.“

Der MIT-Antrag zur Auflösung der TKG wurde mit den Stimmen der SP, VP und FP abgelehnt. Der Antrag zur Bestellung von Jürgen Nageler wurde mehrheitlich angenommen. Die Liste MIT enthielt sich der Stimme, Gemeinderat Kurt Ettenauer (Bürgerliste BLT) stimmte dagegen.

Eine Lösung in Sachen „Spielplatz Traismauer West“ (Anmerkung: Neu-Traismauer/Rittersfeld) zeichnet sich nun ebenfalls ab. Anfang Juni konnte ein „leistbares“ Grundstück gefunden werden, wo nun der neue Spielplatz errichtet werden soll.

Die Liste MIT hatte schon im Vorfeld den Standort kritisiert und wiederholte diese Kritik im Zuge der Sitzung, stimmte im Gemeinderat dann aber dem Ankauf zu, weil er die rasche Errichtung des Spielplatzes gewährleistet.

Auch seitens der VP gab es Zustimmung zu dem neuen Spielplatz, der aus ihrer Sicht eine akzeptable und kostengünstige Lösung darstellt.

Das 1.422 Quadratmeter große Grundstück wird um 28.440 Euro angekauft. Lieferung und Montage eines Zaunes zur Abgrenzung zur Herzogenburger Straße wird die Traismaurer Firma Zaunmax um 7.410 Euro erledigen.

Für die ergänzende Ausstattung dieses Spielplatzes (Spielgeräte, Bepflanzung) ist ein Kostenrahmen in der Höhe von 15.000 Euro genehmigt worden.