Weg für die Zukunft: Poly Herzogenburg bei Bundesfinale. Das Schülerteam „Sapoly“ der Polytechnischen Schule Herzogenburg möchte mit seiner Idee bei der First Lego League im WIFI St. Pölten die Jury überzeugen und gewinnen.

Von Hans Kopitz. Erstellt am 16. Januar 2020 (05:52)
Die Jugendlichen der Polytechnischen Schule mit Coach Erika Schreiber (rechts) haben mit ihrem Generationenweg auch Bürgermeister Christoph Artner (Dritter von links) begeistert. Übrigens: Der Wettbewerb im Wifi ist öffentlich, Zuschauer sind willkommen, der Eintritt ist frei.
Kopitz

Kommendes Wochenende dreht sich in St. Pölten alles um Robotik und Technik. Denn im WIFI St. Pölten findet am Freitag der NÖ Regionalwettbewerb der First Lego League (FLL) statt – und am Samstag geht dort das Österreich-Finale über die Bühne.

Nachdem sich das Team „4 ever space“ der Polytechnischen Schule Herzogenburg im letzten Jahr vor der Mittelschule Hollenstein an der Ybbs und einem Gast-Team aus Gars in Oberbayern den Sieg geholt hat, Jahresthema war „Into Orbit – Leben und Reisen im Weltraum“ , ist es natürlich selbstverständlich, dass die Schule – und zwar Team „Sapoly“ – auch heuer wieder daran teilnimmt.

Das Motto des diesjährigen Wettkampfes ist „City Shaper – Gestalte das Bauen der Zukunft“. Die drei Sieger qualifizieren sich für das Österreich-Finale. „Sapoly“ plante einen „Generationenweg“ vom Hauptplatz über den Bahnhof Herzogenburg-Stadt und die Traisen zum Freizeitzentrum, den alle Generationen – von Müttern mit Kinderwagen, über sportliche Jugendliche bis zu Senioren mit Rollatoren – benützen können und auch gerne benützen.

Eingeplant sind asphaltierte Wege, genügend Bänke zum Ausruhen, Wasserspender, Spielgeräte für Kinder zum Austoben und Insektenhotels. Die Team-Mitglieder sind auch gemeinsam den Weg abgegangen und haben davon ein Video hergestellt. Gemeinsam wurde ein Roboter-Prototyp gebastelt, der GPS-gesteuert dort Müll erkennt und mitnimmt.

Wettbewerb soll Freude an Wissenschaft wecken

Außerdem soll um Förderungen für begrünte Fassaden angesucht, Patenschaften für Bäume gesucht und Graffiti legalisiert werden, damit die Durchlässe S33/Wiener Straße verschönt werden können.

First Lego League ist ein Förderprogramm, welches Kinder und Jugendliche in sportlicher Atmosphäre an Wissenschaft und Technologie heranführt. In diesem internationalen Wettbewerb messen sich Jugendliche im Alter von 9 bis 16 Jahren in vier Bereichen – Robot Game, Technik und Design, Forschungspräsentation sowie Teambewerb. Die Schüler planen, programmieren und testen einen vollautomatischen Roboter, um knifflige Missionen zu meistern. Dadurch soll ihnen der Zugang zu naturwissenschaftlichen Fächern erleichtert sowie ihre Motivation, einen Ingenieur- oder IT-Beruf zu erlernen, frühzeitig geweckt werden.

Vergangene Woche wurde der Generationenweg von den Schülern Bürgermeister Christoph Artner vorgestellt, der sich so einen Weg durchaus vorstellen kann: „Ich habe kürzlich mit Monika Heindl von der Stadterneuerung gesprochen – und ich sehe da einige Gemeinsamkeiten, wie man Alltagswege attraktiver verbinden kann“. Wie es weitergeht, wird die Zukunft zeigen, das Stadtoberhaupt wünschte den Schülern und ihrer Pädagogin Erika Schreiber viel Erfolg bei ihrer Präsentation im Wifi.