Schulalltag in Coronazeiten: „Kontakte fehlen uns“. Alle Sportmittelschüler in Wölbling lernen zu Hause; für sie und ihre Lehrer eine gewaltige Herausforderung.

Von Thomas Heumesser. Erstellt am 08. April 2020 (04:29)
Direktorin Petra Schrott: „Wir freuen uns auf normalen Schulbetrieb.“
Sportmittelschule Wölbling

Keine Schüler im Schulgebäude, nur ein Lehrer oder eine Lehrerin und die Direktorin anwesend – Stille! „So eine Situation konnte sich vor einigen Wochen niemand vorstellen. In der Neuen Sportmittelschule Wölbling besteht bei keinem der 189 Kinder Betreuungsbedarf. Alle Schüler lernen und arbeiten zu Hause, vorwiegend an ihren Computern. Zeit zur Umstellung hatten weder die Schüler noch die Lehrer, alle mussten sich von einem Tag auf den anderen auf ,Distance-Learning‘ umstellen“, berichtet Direktorin Petra Schrott.

Der verantwortliche Lehrer für IT hat für jede Klasse einen OneDrive-Ordner angelegt, auf den Lehrer und Schüler zugreifen können. Arbeitsaufträge für drei Wochen hat zu Beginn manche überfordert, daher sind die Lehrer dazu übergegangen, Wochen- beziehungsweise Tagespläne zu erstellen.

Per Telefon, Mail oder die Cloud

Zeit für eine erste Bilanz: Nach den ersten, oft technischen Anfangsschwierigkeiten arbeiten die meisten Kinder fleißig und kommunizieren auf verschiedenste Weise mit ihren Lehrern, per Telefon, per Mail oder über die Cloud. Auch die Aufgaben werden auf unterschiedliche Arten übermittelt“, so Schrott.

Die Rückmeldungen der Kinder seien positiv und auch die Eltern zeigten sich zufrieden.

Für viele Schüler der ersten Klassen ist es besonders schwierig, sich auf diese Situation einzustellen, da sie das selbstständige Arbeiten und auch den Umgang mit dem Computer und den verschiedenen Programmen noch nicht so gut beherrschen. Die Lehrer stehen vor der großen Herausforderung, den Kindern die Aufgaben online zu stellen und auch dafür zu sorgen, dass sie diese auch in irgendeiner Form abgeben können. Die meisten schaffen das online, nur manche bringen die gemachten Aufgaben in die Schule und holen sich die neuen Arbeitsaufträge in ausgedruckter Form, wenn es zuhause technische Probleme gibt.

Kurz vor den Ferien haben schon einige Videomeetings stattgefunden, sowohl zwischen den Lehrern als auch zwischen Lehrern und Schülern. Petra Schrott abschließend: „Bei all den technischen Möglichkeiten, die es Gott sei Dank gibt, fehlen uns allen aber die sozialen Kontakte und wir freuen uns auf die Zeit, in der der normale Schulbetrieb wieder stattfinden kann.“