Wohin mit toten Tieren?. Im gesamten Bezirk gibt es sechs GVU-Abgabestellen für verstorbene „Lieblinge“. Laut GVU ist Bestattung von Kadavern im Garten erlaubt, wenn keine Seuchengefahr besteht.

Von Markus Glück und Alex Erber. Erstellt am 01. Mai 2014 (11:00)
Bürgermeister Gerhard Wendl bei der Sammelstelle in Obritzberg.
NOEN, Thomas Heumesser

Der Fall einer toten Katze im Ebersdorfer See sorgt im Bezirk weiterhin für Diskussionen. Nicht nur, dass die Tat von vielen Menschen verurteilt wird, brachte es auch die Frage an das Tageslicht, wo man sein verstorbenes Haustier entsorgen kann.

„Es ist es weiterhin erlaubt, die Tiere im Garten zu begraben"

Im gesamten Bezirk gibt es sechs Tierkörperbeseitigungs-Abgabestellen (TKB), die vom Gemeindeverband für Umweltschutz und Abgabeneinhebung (GVU) betreut werden. „Unseres Wissens werden alle Sammelstellen sehr gut angenommen“, erklärt Markus Punz vom GVU. Bei diesen Abgabestellen stehen Kühltruhen mit Kammern zur Verfügung, die Kadaver werden von der Tierköperverwertung Saria abgeholt.

Bei großen Haustieren, die nicht in die Öffnung passen, kann über die Gemeinde eine Abholung über die Saria veranlasst werden. „Soweit von dem toten Tier keine Seuchengefahr ausgeht, ist es auch weiterhin erlaubt, die Tiere im Garten zu begraben“ informiert Punz.

Abgabestellen werden „gut angenommen"

In der Region Herzogenburg gibt es in Obritzberg-Rust eine Abgabestelle für Tierkadaver: „Sie wird gut angenommen“, erklärt Bürgermeister Gerhard Wendl.

Ausnahmen bei der Entsorgung bilden Herzogenburg und Traismauer, die als einzige Kommunen, dem Lilienfelder Abfallverband angehören. Als besonderes „Zuckerl“ können auch aus anderen Orten Haustiere in Herzogenburg deponiert werden. „Einen ,Entsorgungs-Tourismus‘ können wir aber nicht feststellen“, zerstreut Stadtamtsdirektor Kurt Schirmer mögliche bedenken. In Traismauer können tote Kleintiere auch bei der Fleischhauerei Gattringer-Kerzig entsorgt werden.

Generell darf man bei allen Sammelstellen keine Abfälle von Schlachtungen oder aus Mastbetrieben abgeben.