Verbandsausstellung: Hauptstadt der Brieftauben. St. Pölten avancierte zum Mekka der preisgekrönten Tiere. Präsident Franz Marchat verrät: „Derzeit läuft ein Antrag, dass sie als Weltkulturerbe geschützt werden.“

Erstellt am 14. Dezember 2017 (05:53)
NOEN, Österreichischer Verband der Brieftaubenzüchter
St. Pölten als Brieftauben-Hauptstadt Europas: Preisrichterobmann Karl Rinder vom St. Pöltner Verein, Bürgermeister Matthias Stadler mit einer Siegertaube, Präsident Franz Marchat und Gemeinderat Florian Krumböck (von links).

Rund 250 Besucher aus ganz Österreich, Deutschland, der Schweiz, Ungarn, Kroatien und Belgien waren vor wenigen Tagen zu Gast in St. Pölten. Der Grund: Der österreichische Verband der Brieftaubenzüchter hielt seine 63. Verbandsausstellung im Gewerkschaftshaus ab.

Bürgermeister Matthias Stadler eröffnete die Schau und betonte die Wichtigkeit der Vereine in der Landeshauptstadt. Präsident Franz Marchat aus Zagging ging in seiner Ansprache auf das „Kulturgut Brieftaube“ ein. Derzeit läuft ein Antrag an die UNESCO, dass die Brieftaube als Weltkulturerbe geschützt wird; „Es ist also kein Zufall, dass St. Pölten die Hauptstadt Österreichs im Brieftaubensport ist, und da wir auch bereits einige Europameister gestellt haben, kann man sagen, St. Pölten ist heute die Hauptstadt Europas!“

Stadler griff den Ball auf und meinte: „Es ist wirklich kein Zufall, heute sind wir die Brieftaubenhauptstadt Europas und 2024 hoffentlich die Kulturhauptstadt Europas. Wenn die Brieftauben dann bereits zum Weltkulturerbe gehören, dann schließt sich der Kreis.“ Eine internationale Versteigerung, die Generalversammlung sowie die Ehrung der österreichischen Meister rundeten ein sehr erfolgreiches Wochenende ab.