Zwei Tonnen Reis für 55 Familien in Not. Franz Lahmer, Präsident der Kinderhilfsorganisation "Dimbale.com", überzeugte sich in Senegal von Projekt-Fortschritten.

Von Hans Kopitz. Erstellt am 14. Mai 2015 (05:55)
NOEN, privat
Einer seiner ersten Besuche in Senegal führte Franz Lahmer auch heuer wieder zu Sokhna Bâ, einer über 100 Jahre alten Frau, die unter ärmsten Verhältnissen im Kreise ihrer Familie lebt.
„Die Situation der Menschen in Senegal ist innerhalb der vergangenen Monate gravierend schwieriger geworden“. Das berichtet der Großruster Franz Lahmer, der Anfang April zwei Wochen vor Ort war. Im Sommer 2014 fiel die Regenzeit relativ schwach aus. Weder Erdnüsse noch Hirse gediehen gut, die Ernten fielen schwach aus. Infolgedessen haben die Bauern nur wenig zu verkaufen.

Lahmer: „Besonders schlimm ist die Tatsache, dass es für die Tiere - Rinder, Ziegen, Schafe - kaum noch Gras zu fressen gibt. Die Hirten müssen mit ihren Herden oft 200 Kilometer quer durchs Land ziehen, um Futter zu finden.“

"Die Armut ist unbeschreiblich"

Der Präsident der Kinderhilfsorganisation „Dimbale.com“ befand sich aus mehreren Gründen in Afrika: „Einerseits, um bereits fertiggestellte Projekte zu besichtigen, andererseits, um neue Vorhaben zu planen und ausführlich mit den Menschen über ihre Sorgen und Nöte zu plaudern. Zudem konnten wir an 55 Familien Reis (zwei Tonnen) verteilen und den Bau eines neuen Hauses für Babacar Mbodji im kleinen Dorf Koutal, Nähe Kaolack, in Auftrag geben - in Summe 33. Haus, das von Dimbale errichtet wird.“

In den nächsten Tagen werden weitere 500 Kilo Reis verteilt. „Denn die Armut ist unbeschreiblich. Der Tagesverdienst liegt bei ein bis zwei Euro - ein Sack Reis kostet 20 Euro. Das Verrückte dabei: in den Lagerhäusern gibt es genug Reis, am Markt genug Lebensmittel. Doch die Menschen haben kaum noch Geld dafür.“ Um mit den privaten Spenden bestmöglich helfen zu können, engagieren sich auch die beiden Mitarbeiter in Senegal - Mamadou Senghor und Baba Toure - wie alle Mitglieder bei Dimbale ehrenamtlich.

Mehr Infos zur Reise und zahlreiche Fotos gibt es auf www.dimbale.com .