Sprayer verschandelten das Jahn-Denkmal in Hollabrunn. Historisches Bauwerk war zuletzt Opfer einer Spray-Attacke. Anrainer erstattete Anzeige. Polizei und Revierstreifendienst werden das Areal rund um das Denkmal nun öfter kontrollieren.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 25. März 2020 (06:40)

Das Hollabrunner Jahn-Denkmal, mit dem gefallener Soldaten des Ersten Weltkriegs gedacht wird, bietet keinen würdigen Anblick. „Abgesehen von ständigen Müllablagerungen, welche meine Kinder und ich regelmäßig entfernen, kam es zum wiederholten Male zu Schmierereien“, klagt Alexander Rockenbauer. 

„Höhepunkt“ war zuletzt eine Spray-Attacke, die der Hollabrunner bei einem Spaziergang mit seinem kleinen Sohn entdeckte. Er zeigte den Vandalenakt bei der Polizei an und informierte den Bürgermeister. „Da dieses Bauwerk einen hohen historischen Wert besitzt und Beschädigungen von Gefallenendenkmälern besonders schändlich sind, sind diese Vandalenakte umso verwerflicher“, meint Rockenbauer.

Stadtwerke-Team überdeckt Schmierereien

Dankenswerterweise habe sich der Österreichische Kameradschaftsbund, Stadtverband Hollabrunn, unter seinem Obmann Kulturdirektor Alfred Deimbacher bereits bereiterklärt, bei der Beseitigung der Schäden die Kosten für die Farbe zu übernehmen.

Seitens der Gemeinde meldete sich nun Stadtamtsdirektor Franz Stockinger bei Rockenbauer. Er habe das Stadtwerke-Team angewiesen, die Schmierereien zeitnah zu überdecken. Nächste Woche könnten die Flächen dann fachmännisch von einem Maler instand gesetzt werden.

Mehr Kontrollen rund um Jahn-Denkmal

"Weiters haben wir auch Rücksprache mit der Polizei gehalten, dass diese vermehrt bei ihren Kontrollfahrten beim Jahn-Denkmal vorbeifährt, und letztlich haben wir unseren Revierstreifendienst angewiesen, gelegentlich diesen Ort zu kontrollieren", informiert Stockinger.

Die Kosten für die Entfernung der Schmierereien werden der Polizei gemeldet. Dem ÖKB und Rockenbauer sei für die Mithilfe zu bedanken, jedoch, so der Stadtamtsdirektor: "In der derzeitigen Situation möchten wir niemanden ersuchen, bei der Entfernung mitanzupacken."