Schlagabtausch um das umstrittene Feuerwehrhaus. Heimatliste will Großprojekt für Feuerwehr und Amtshaus. Die VP-FP-SP-Koalition sieht aber ein großes Finanzierungsproblem.

Von Franz Enzmann. Erstellt am 13. Dezember 2017 (04:58)
v. l.: Christian Hartmann: „Das Feuerwehr-Haus kostet rund 1,2 Millionen Euro.“; Manfred Baumgartner: „Ein gemeinsames Bauvorhaben wäre vernünftig.“; Martin Koran will die „Chance auf gemeinsames Bauwerk nützen“.
Enzmann

Die Gemeinderatssitzung war vor der Abstimmung des Budgetvoranschlages 2018 geprägt von der Diskussion über den Neubau eines Feuerwehrhauses. Im außerordentlichen Haushalt sind nämlich 40.000 Euro für die Renovierung des Amtshauses vorgesehen. Heimatlisten-Mandatar Martin Koran appellierte an alle Gemeinderäte, eine Chance zu nützen: Auf dem 3.000 Quadratmeter großen Grundstück soll nicht nur das FF-Haus, sondern gleich auch das Amtsgebäude errichtet werden. Er sprach von einer historischen Chance für die nächsten Jahrzehnte.

„Seit 2015 reden wir über dieses Vorhaben“, mahnte Koran. FP-Vizebürgermeister Manfred Baumgartner findet ein gemeinsames Bauvorhaben vernünftig, gab jedoch zu bedenken, dass es finanziell nicht zu stemmen sei.

Koran wollte wissen, was das Feuerwehrprojekt schlussendlich kosten wird. „Rund 1,2 Millionen Euro“, antwortete VP-Bürgermeister Christian Hartmann. Er merkte an, dass die Ausgaben durch Eigenleistungen verringert werden können. Die VP-FP-SP-Koalition stimmt geschlossen für den Bau des Feuerwehrhauses. Für dieses Vorhaben sind 2018 im Gemeindebudget 871.000 Euro vorgesehen. Nur die Mitglieder der Heimatliste enthielten sich der Stimme.

Zuschuss von 15.100 Euro vom Gemeinderat

„Man kann ja später immer noch das Amtshaus neben dem Feuerwehrgebäude errichten“, meldete sich Baumgartner nochmals zu Wort. „Dort kann man auch die Volksschule integrieren“, ergänzte der Ortschef.

Für die neue Hollabrunner Rotkreuz-Bezirksstelle beschloss der Gemeinderat einen Zuschuss von 15.100 Euro. Die Sanierung des Straßenzuges „An der Bahn“ ist für nächstes Jahr angedacht. Für die Wasserversorgung sind 150.000 Euro und für die Planung der Abwasserentsorgung in der Kellergasse sind 300.000 Euro vorgesehen.

Die Heimatliste stimmt – wieder geschlossen – gegen diese geplanten Vorhaben. Nur die Umwidmung der Kellergasse in „Weintourismus“ erfolgte einstimmig. Bei der Resolution gegen eine weitere finanzielle Belastung der Gemeinden beim Pflegeregress stimmten alle bis auf Vizebürgermeister Baumgartner dem Resolutionstext zu.