Frage nach Abbrucharbeiten: Park oder Parkplatz?. Abbrucharbeiten am Maissauer Bauhofareal sollen bald beginnen. Und danach? „Wir werden kreativ sein.“

Von Günter Rapp. Erstellt am 21. August 2019 (04:18)
Rapp, eNu
Für das historische Rathaus – in den Geschichtsbüchern als Znaimertorbezeichnet – bestehe keinerlei Gefahr, betont Bürgermeister Josef Klepp (kleines Bild), wenn am angrenzenden Bauhofareal der Stadtgemeinde Maissau die erforderlichen Abbrucharbeiten durchgeführt werden.

Jetzt sind die Abbrucharbeiten für das gemeindeeigene Bauhofareal am Hauptplatz 3 endlich vergeben. Den Abbruch des ehemaligen „Höllinger-Hauses“ wird die Ziersdorfer Baufirma Watzinger zum Preis von 45.365 Euro übernehmen. Dem hat der Gemeinderat einstimmig zugestimmt.

Die Vergabe der Arbeiten stand bereits auf der Tagesordnung einer vorangegangenen Gemeinderatssitzung. „Wir wollten versuchen, die Altmaterialien des Objekts interessierten Personen anzubieten, weil die angebotenen Abbruchkosten sehr hoch erschienen. Aber offenbar besteht kein Interesse an alten Mauerziegeln, Holzbalken und Dachziegeln“, erklärt VP-Bürgermeister Josef Klepp.

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Bürgermeister Josef Klepp. Fotos: Rapp, eNu

Darum wurde mit mehreren Baufirmen nochmals verhandelt und aus vier Angeboten das billigste ausgewählt. „Die Firma Watzinger ist der Bestbieter. Er ist auch Baumeister, falls im Zuge des Abbruchs Maurerarbeiten notwendig sein sollten“, sagt Klepp. Was mit dem dann freien Areal zwischen Hauptplatz und Am Graben passieren soll, wollte NEOS-Gemeinderätin Ulrike Vojtisek-Stuntner wissen. „Da werden wir kreativ sein“, antwortete der Bürgermeister. „Das könnte ein Bauplatz werden, Parkplätze oder vielleicht ein Park.“

Gemeinderat Anton Hofstetter (VP) gab zu bedenken, dass es sich derzeit um eine geschlossene Häuserzeile im Bereich des Hauptplatzes und Rathauses handelt.

Klepp machte jedenfalls klar, dass es unmöglich sei, Teile des Objekts Hauptplatz 3 bestehen zu lassen. „Da ist Gefahr in Verzug, weil das Haus einsturzgefährdet ist. Der Abbruch ist unbedingt notwendig.“ Gleichzeitig stellte der Gemeindechef fest, dass der Bestand des Rathauses keinesfalls gefährdet sei.

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