Mehr Beschäftigte, aber nicht weniger Arbeitslose. Hollabrunns AMS-Chef Josef Mukstadt glaubt, dass sich die Arbeitslosenquote im Bezirk Hollabrunn auch 2020 nicht viel verändern wird.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 29. Dezember 2019 (12:47)
Hollabrunns AMS-Chef Josef Mukstadt.
Semrad

Das Wirtschaftswachstum für 2020 ist mit 1,4 Prozent prognostiziert. „Bei der zuletzt angewachsenen Kaufkraft wird mit keiner merklichen Veränderung gerechnet“, weiß Hollabrunns AMS-Chef Josef Mukstadt.

„Nachzieheffekte im Bau- und Baunebengewerbe werden für eine stabile Beschäftigung sorgen.“ Nur beschränkt werden sich vorerst die internationale Konjunktur und weltwirtschaftliche Ereignisse im Bezirk auswirken.

„Alles in allem sind das gute Vorzeichen“, meint Mukstadt, weist jedoch auf absehbare Trends hin: Die steigende Erwerbsbeteiligung von Frauen und älteren Arbeitskräften und der Zustrom von Arbeitskräften aus der EU werde das Arbeitskräfteangebot weiter vergrößern. Demgegenüber werde sich die Arbeitskräftenachfrage mit Fortdauer des Jahres 2020 abschwächen. „Per Saldo dürfte es um knapp ein Prozent mehr Beschäftigte, aber auch einen etwa gleich großen Anstieg der Arbeitslosigkeit geben“, rechnet der AMS-Leiter.

Die Arbeitslosenquote werde sich im Bezirk auf dem bestehenden Niveau von 6,1 Prozent einpendeln. „Unter sechs Prozent zu kommen, wird wohl nicht zu schaffen sein“, so die Prognose des Arbeitsmarktexperten.