Schrattenthal: Ortschef Schuster legt sein Amt zurück. ÖVP-Fraktion nominiert Stefan Schmid bei der nächsten Gemeinderatssitzung.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 30. Januar 2019 (03:58)
NÖN-Archiv
Alfred Schuster (li., ÖVP) wollte vor der Wahl sein Bürgermeister-Amt übergeben. Stefan Schmid wird wahrscheinlich in seine Fußstapfen treten. Fotos: NÖN-Archiv

Bürgermeister Alfred Schuster legte in der vorigen Gemeinderatssitzung sein Amt zurück. Er ist seit fast zehn Jahren Gemeindechef und verkündete bereits nach der Gemeinderatswahl 2015 seinen voraussichtlichen Rückzug. Warum jetzt, ein Jahr vor dem nächsten Votum?

„Ich durfte auch ein Jahr vor der Wahl das Amt des Bürgermeisters übernehmen. Das ist besser, wenn man mit einer amtierenden Crew an die Arbeit geht“, erklärt Schuster. Er habe nach einem würdigen Nachfolger gesucht – und baute für diese Aufgabe Stefan Schmid auf.

ÖVP-Fraktion wird Schmid nominieren

Dieser ist seit März des Vorjahres Vizebürgermeister, zudem Bildungsgemeinderat und Vorsitzender im Ausschuss für Kultur, Fremdenverkehr, Dorferneuerung und Kindergarten. Die ÖVP-Fraktion wird ihn in der Sitzung am Mittwoch (30. Jänner) für das Amt des Bürgermeisters nominieren. Hätte Schuster ihn nicht gefunden, dann wäre ihm, wie er meint, nichts anderes übrig geblieben, als im Amt zu bleiben.

Der Schrattenthaler blickt mit Stolz auf viele Projekte zurück: Die Trinkwasserversorgung liegt in den Händen der Gemeinde und Schrattenthal erhielt Reihenhäuser. „Das war schon sehr wichtig, weil die Bevölkerung gleich um einiges mehr und der Kindergarten zu klein geworden ist.“

Das Rathaus wurde umfassend erneuert und erlebte für den neu gegründeten Verein „Kunstforum“ seine Feuertaufe (Seite 26): „Stefan Schmid hat seine Ideen eingebracht.“ Er wohnt in Obermarkersdorf, wo er als Musiker (Schlagwerk) und Obmann der Kapelle engagiert ist.