Hollabrunner BH-Chef zieht es in den Nachbarbezirk

Hollabrunn bekommt einen neuen Bezirkshauptmann. Andreas Strobl übernimmt ab Dezember in Korneuburg.

Erstellt am 28. Oktober 2021 | 05:30
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Ein letztes Bürgermeistertreffen unter Ägide von Andreas Strobl (3.v.l.): Leo Ramharter, Herbert Goldinger, BH- Stellvertreterin Renate Giller-Schilk, Richard Hogl sowie JUFA-Direktor Kesho Singh (v.l.).
Foto: Romana Schuler

Nach viereinhalb Jahren wird BH-Chef Andreas Strobl den Bezirk Hollabrunn „auf jeden Fall mit einem weinenden Auge“ verlassen, wie er betont. Der 55-Jährige hatte sich im September um den Posten als Leiter der Bezirkshauptmannschaft in seiner Heimatstadt Korneuburg beworben – und nun den Zuschlag bekommen. Mit 1. Dezember wird der Wechsel vollzogen.

Strobl kam im Mai 2017 als Nachfolger von Bezirkshauptmann Stefan Grusch nach Hollabrunn. Nun folgt er in dieser Funktion in Korneuburg auf Waltraud Müllner-Toifl, die dieses Amt seit 2012 ausübt und in den Ruhestand treten wird. Es ist nach Wiener Neustadt, Wien-Umgebung und Hollabrunn seine vierte Station als Bezirkshauptmann. Für die Nachfolge in Hollabrunn steht die Ausschreibung noch aus. Anfang 2021 bekam Strobl hier mit Renate Giller-Schilk jedenfalls eine neue Stellvertreterin zur Seite.

Strobl: Hollabrunn hat enormes Potenzial

Korneuburg sei für ihn „eine Herausforderung, nun wieder einen großen Bezirk zu leiten“. Gerade im sogenannten Speckgürtel gebe es vielfältige Themen, die intensiv bearbeitet werden müssen.

Der Bezirk Hollabrunn sei eine Region mit enormem Potenzial, blickt Strobl auf seine viereinhalbjährige Tätigkeit zurück, „speziell im Zusammenhang mit Weinwirtschaft und sanftem Tourismus“. Strobl will nun noch möglichst viele Veranstaltungen besuchen und auch eine große Abschiedsfeier soll es geben.

Die letzten beiden Jahre waren von Corona geprägt. Dass der Bezirk Hollabrunn in NÖ über Wochen die beste Inzidenzzahl vorzuweisen hat, sei auf jeden Fall auf die überdurchschnittlich hohe Impfrate zurückzuführen, meint der BH-Chef, „und ein Lohn der Arbeit der Gemeinden, Rettungsdienste und jedes einzelnen Bürgers, der sich beteiligt hat“.

Nur von kurzer Dauer wird indes Strobls Funktion als Rotkreuz-Bezirksstellenleiter sein. Aufgrund der Pandemie wurde er in der Rettungsorganisation erst heuer zum Nachfolger von Stefan Grusch gewählt. Nach seinem Abschied in Hollabrunn wolle er nächstes Jahr für eine geordnete Übergabe sorgen.

Just an dem Tag, an dem die Entscheidung fiel, am 19.10. also, lud Strobl übrigens zum letzten Mal in seiner Funktion alle Bürgermeister, Vizebürgermeister und Amtsleiter zur Bezirkskonferenz ins JUFA-Hotel nach Seefeld ein.

Die Pulkautaler Bürgermeister rund um Peter Frühberger bedauern den Abschied von Strobl, der aufgrund seiner familiären Wurzeln wesentlich öfter im Pulkautal unterwegs war als seine Vorgänger. „Keine Sorge, ich werde immer noch gerne und oft hierherkommen“, versprach der scheidende Bezirkshauptmann. „Schließlich habe ich meinen Keller in Seefeld-Kadolz und ich bin hier Feuerwehrmitglied.“