Garanten für Sicherheit. In Haugsdorf gelobten Soldaten der Kasernen Mistelbach und Allentsteig, ihr Vaterland zu schützen. „Der Ort ist sehr gut ausgewählt“, befand Militärkommandant Jawurek.

Von Sandra Frank. Erstellt am 23. Oktober 2018 (11:13)

„Ich gelobe!“, donnerte es vergangenen Freitagabend über den Haugsdorfer Hauptplatz, als etwa 400 Rekruten der Kasernen Mistelbach und Allentsteig in der 1.550-Einwohner-Gemeinde das Treuegelöbnis ablegten.

„Vor 40 Jahren, im April 1978, war die letzte Angelobung in Haugsdorf – so lang wart‘ ma nimma“, lachte Oberst Hans-Peter Hohlweg. Seine Mistelbacher Kaserne war es, die die Angelobung ausrichtete. „Ihre Leistungsbereitschaft ist enorm. Einige sind bereits durchtrainiert, einige werden so durchtrainiert sein, wie nie zuvor“, sprach der Kasernenkommandant das Engagement der Rekruten an.

Niederösterreichs Militärkommandant Martin Jawurek hatte sich genau über jenen Ort informiert, in dem die Rekruten gelobten, ihr Vaterland zu schützen und mit der Waffe zu verteidigen: So wusste er nicht nur, dass Haugsdorf erstmals 1108 urkundlich erwähnt wurde, sondern auch, wofür die Pulkautalgemeinde bekannt ist: „Man kennt den Ort nicht nur durch die Staumeldungen über den Ortsteil Kleinhaugsdorf, er ist auch bekannt für seinen ausgezeichneten Rotwein“, fand Jawurek den Ort für den Festakt als sehr gut ausgewählt.

"Auch in Friedenszeiten sei Bevölkerung auf ein einsatzbereites Bundesheer angewiesen"

„Das Treugelöbnis hat einen hohen Stellenwert. Sie garantieren mit ihrem Einsatz unsere Sicherheit“, lobte auch Landesrat Ludwig Schleritzko den Entschluss der jungen Männer und Frauen, der Republik zu dienen. Denn auch in Friedenszeiten sei die Bevölkerung auf ein einsatzbereites Bundesheer angewiesen: „Das Bundesheer garantiert dort für Schutz und Hilfe, wo andere nicht mehr helfen können“, weiß der Landesrat, der selbst 1997 am Wiener Heldenplatz angelobt wurde.

Nachdem „das Ganze“, die 400 Rekruten, die Gelöbnisformel gesprochen hatte, hatten die Organisatoren eine Überraschung für die jungen Soldaten und Zuschauer: drei Salutschüsse, die von der Reitenden Artilleriedivision abgefeuert wurden. Beeindruckt waren die Menschen am vollen Hauptplatz vom Großen Zapfenstreich, den die Militärmusik eindrucksvoll zum Besten gab.

Im Amtshaus wurden später traditionell die Standarten an die Kasernenchefs zurückgegeben. „Es ist alles glatt gelaufen“, freute sich Bürgermeister Andreas Sedlmayer.