Aufregung um Problemhund in Roseldorf. Ein Vierbeiner sorgt für Beunruhigung in Roseldorf, es gab auch eine Attacke auf ein Kind. Der Tierbesitzer scheint einzulenken.

Von Barbara Witzany. Erstellt am 01. Juli 2020 (04:00)
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Ein „Problemhund“ sorgt im Ort für Aufregung. Vor ein paar Tagen soll die bereits vierte Attacke, diesmal gegen ein Kind, stattgefunden haben. „Dem Kind ist Gott sei Dank nichts passiert“, ist der Vater, der namentlich nicht genannt werden möchte, erleichtert. Er hat Anzeige erstattet.

Ein Ortsbewohner, der im Jänner gebissen wurde, musste sogar in ärztliche Behandlung, erzählen Roseldorfer. Ein Huhn überlebte die Begegnung mit dem Golden Retriever nicht.

„Das Einzige, was mein Hund nicht mag, sind Radfahrer. Aber da passe ich auf.“Der Besitzer des „Problemhundes“ will künftig Beißkorb und Leine verwenden.

Im Gegensatz zu den anderen Geschädigten meldete der betroffene Vater den Vorfall auch der Gemeinde. „Wir werden Schritte unternehmen; nicht auszudenken, wenn da etwas Schlimmeres passiert“, sagt Bürgermeister Martin Reiter.

Will nicht tatenlos zusehen: Bürgermeister Martin Reiter.
Enzmann

Mittlerweile gibt es einige Anzeigen bei der Polizei. „Es werden Maßnahmen wie für einen Listenhund ergriffen. Dafür hat der Hundehalter in einigen Bereichen üblicherweise ein halbes Jahr Zeit“, erklärt der zuständige Sachbearbeiter der Gemeinde. Dort ist man übrigens verwundert, dass man über die ersten Attacken von keiner Behörde informiert wurde.

Der Halter selbst sieht im Grunde kein Problem mit seinem zehnjährigen Hund: „Ich glaube nicht, das irgendjemand in ärztlicher Behandlung war. Das Einzige, was mein Hund nicht mag, sind Radfahrer. Aber da passe ich auf“, erklärt der Mann und glaubt, dass die Ursachen der Unstimmigkeiten eher im persönlichen Bereich zu suchen sind.

Doch in der Bevölkerung ist zu vernehmen: „Wir wollen nicht, dass der Hund wegkommt, sondern dass er seinem Tier einen Beißkorb und eine kurze Leine anlegt.“ Im Gespräch mit der NÖN erklärte der Hundebesitzer, von sich aus künftig Beißkorb und kurze Leine zu verwenden. „Wir wollen auf gar keinen Fall, dass irgendjemand Schaden nimmt“, ist die oberste Prämisse der Gemeinde.