Appell an Firmen, Lehrlinge aufzunehmen. Die Sorge, dass es im Herbst im Vergleich zum Vorjahr 800 Lehrstellen weniger in Niederösterreich geben könnte, hat auch Hollabrunns NÖAAB-Bezirksobmann Thomas Bauer auf den Plan gerufen. Er motiviert Betriebe, jetzt die Förderungen des Bundes und des Landes zu nutzen und Lehrlinge anzustellen.

Von Red. Hollabrunn. Erstellt am 30. Juli 2020 (13:56)
Lehrling bei Fetter in Hollabrunn: Emir Delic, Baumarktleiter Harald Zehetner und NÖAAB-Bezirksobmann Thomas Bauer.
zVg/NÖAAB

„Um die Lehrstellen in unserem Bezirk erhalten zu können und damit einem Facharbeitermangel in drei bis vier Jahren vorzubeugen, gibt es eine Reihe von Förderungen“, betont Bauer. Die Lehrlinge seien die Fachkräfte der Zukunft. „Wir müssen schauen, dass wir ihnen trotz der Krise die bestmögliche Ausbildung zukommen lassen.“ 

Konkret gibt es vom Land im Rahmen der Covid-Einstellungsbeihilfe drei Monate lang bis zu 500 Euro für die Aufnahme junger Fachkräfte, die im ersten Halbjahr die Lehrabschlussprüfung absolviert haben. Unabhängig davon gibt es die Lehrlingsoffensive, die 7.000 Ausbildungsplätze umfasst. Der Lehrling selbst erhält durch den jährlich zu beantragenden Lehrlingsbonus um 120 Euro mehr pro Monat.

Der Bund bezahlt an Unternehmen, die jetzt in der Krise einen Lehrling anstellen, 1.000 Euro aus; behält der Betrieb diesen nach der Probezeit, werden weitere 1.000 Euro fällig. Diese Förderung kann seit 1. Juli beantragt werden.