Brutale Attacke auf alte Dame. Täter suchte das Weite, nachdem er 77-Jährige in ihrem Haus in Aspersdorf niedergeschlagen und mit Pfefferspray attackiert hatte. Ortsbewohner sind erschüttert und zeigen sich hilfsbereit.

Von Sandra Frank. Erstellt am 17. Februar 2021 (05:05)
Eine Person in Schwarz gekleidet und mit schwarzer Skimaske überfiel in der Vorwoche eine 77-jährige Frau bei sich zu Hause. Er schlug ihr ins Gesicht und attackierte sie mit Pfefferspray.
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„Sie hat die Tür geöffnet und er hat ihr sofort ins Gesicht geschlagen!“ So schildert ein Sohn den Angriff auf seine 77-jährige Mutter, der sich vergangenen Donnerstagabend zugetragen hat.

Es habe an der Tür geläutet, die alte Dame habe diese geöffnet, weil sie dachte, ein Bekannter schaue noch vorbei. Stattdessen folgt ein wahres Horrorerlebnis. „Er hat sich dann gleich auf sie draufgeschmissen und sie mit Pfefferspray eingesprüht“, erzählt der Sohn, wie es weiterging. Seine Mutter habe dann sehr laut geschrien, der Täter ergriff die Flucht. „Wir glauben, dass er selbst viel vom Pfefferspray abbekommen hat und darum gleich abgehauen ist“, so der Hollabrunner.

Weil alles so schnell gegangen ist, habe seine Mutter nicht viel erkennen können, nur, dass ihr Angreifer schwarz gekleidet war und eine schwarze Skimaske trug. Gesprochen habe er nicht. Nachdem der Täter verschwunden war, rief die 77-Jährige ihre Familie an, die dann den Notruf absetzte. „Die Hollabrunner Polizisten waren sehr tüchtig, haben gleich gefahndet und super Tatortarbeit geleistet“, lobt der Sohn die Einsatzkette. Die Fahndung sei schwierig gewesen, weil niemand das Fahrzeug gesehen hatte. Nur: „Ein Nachbar hat gehört, wie ein Auto um diese Zeit mit quietschenden Reifen davongefahren ist.“

Das Haus seiner Mutter befindet sich zwar in der Dorfmitte, liegt aber dennoch relativ uneinsehbar. Außerdem: „Von außen sieht es nicht unbedingt so aus, als gebe es drinnen viel zu holen.“ Auch besondere Technikgeräte gebe es bei der alten Dame nicht.

In den Tagen vor dem Überfall war der Frau aber etwas aufgefallen, wie der Sohn erzählt: „Sie wurde die ganze Woche über von einer 0045er-Telefonnummer angerufen.“ Wie oft diese Nummer mit dänischer Vorwahl angerufen hatte, habe sie genau notiert. „Sie wollte mir das am Wochenende zeigen“, schildert der Mann. Derzeit werde geprüft, ob es Zusammenhänge zwischen den Anrufen und der Tat gebe.

„Psychisch geht es ihr leider nicht gut“, berichtet der Sohn vom Zustand seiner Mutter, die noch bis Mittwoch im Horner Krankenhaus bleiben sollte. „Schön ist, dass so viele aus dem Ort fragen, wie es ihr geht, und ihre Hilfe angeboten haben. Das tut ihr gut und ist wirklich herausragend.“