Gehsteige fehlen: Anrainer müssen warten

Erstellt am 26. November 2022 | 05:26
Lesezeit: 3 Min
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Die Anrainer warten hier in der Roßau schon ewig auf einen Gehsteig, klagt SPÖ-Statdtrat Friedrich Dechant.
Foto: NÖN, Archiv
Der Straßenzug in Richtung Mistelbacher Straße (B 40) sei eine Gefahr für Anrainer, fordert Aspersdorfs SPÖ-Stadtrat Friedrich Dechant endlich eine Lösung.
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„Auch 2023 wird es rumänische Straßen- und Gehsteigverhältnisse in einer stark befahrenen Straße in einer Katastralgemeinde von Hollabrunn geben“, schießt SPÖ-Stadtparteichef Friedrich Dechant gegen die Gemeinde. Denn die Roßau in Aspersdorf soll frühestens 2026 saniert werden; gar erst ab 2027, wenn es nach der Straßenmeisterei geht, informiert Dechant.

„Wenn man Geld für Projekte wie einen Pumptrack hat, der im Jahresdurchschnitt schwach frequentiert wird, sollte man auch das Geld für dringende Bürgeranliegen haben“, meint der SPÖ-Mandatar. Was die Pumptrack-Frequenz betrifft, waren sich die Fraktionen übrigens schon in einer der letzten Gemeinderatssitzung nicht eins …

Etwa eine halbe Million Euro würde die Sanierung der Roßau ausmachen. „Einen sicheren Gehsteig brauchen die Bürger täglich“, mahnt Dechant und ein Anrainer bestätigt bei einem NÖN-Lokalaugenschein, dass hier regelmäßig zahlreiche Lkws unterwegs seien und oft aufs Straßenbankett bzw. auf selbst hergerichtete Gehwege ausweichen.

Nur zwei baufällige Masten sind verschwunden

Ein Termin beim Bürgermeister im Mai habe nicht das gewünschte Ergebnis gebracht. Mit Ausnahme der Entfernung von zwei baufälligen Masten, die nach mehrmaligem Urgieren verschwanden, sei nichts passiert. Dechants Worte klingen dramatisch, wenn er sagt, dass Lkws hier durch die Straße rasen und ältere Bewohner und Kinder mitunter einen „Hechtsprung auf die Seite machen“ mussten, um nicht niedergeführt zu werden. Und er argwöhnt: „Würde ein ÖVP-Mandatar in der Straße wohnen, gäbe es längst einen durchgehenden Gehsteig.“

Dem widerspricht der in unmittelbarer Nähe wohnende ÖVP-Stadtrat Lukas Niedermayer. Im Übrigen gebe es auch in der Dorfstraße keinen durchgehenden Gehsteig. Ja, die Situation sei nicht zufriedenstellend und „es gehört etwas gemacht“, aber die budgetäre Situation sei gerade jetzt angespannt. Die Gemeinde versuche, alle Bedürfnisse bestmöglich zu befriedigen.

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2026 soll es so weit sein, bestätigt ÖVP-Stadtrat Josef Keck.
Foto: NÖN, Archiv

ÖVP-Verkehrsstadtrat Josef Keck bestätigt, dass derzeit ein Zeithorizont von 2026 für die Roßau angepeilt ist. Davor sei eine Straßensanierung durch die Straßenbauabteilung nicht angedacht, weil dort die Ressourcen zuvor für andere Projekte benötigt werden.

Klar ist, dass die Gemeinde zuvor erst die Kanal- und Wassereinbauten erneuern muss, ehe die Straße samt Nebenanlagen neu hergestellt wird. Ein wenig müssen sich die Anrainer also noch gedulden; „so leid es mir tut“, sagt Keck.

Seitens der Straßenbauabteilung Hollabrunn erklärte Leiter Wolfgang Dafert auf NÖN-Anfrage, dass ihm der Ortsvorsteher bezüglich der Roßau bereits die Türe eingelaufen sei. Und Straßenmeisterei-Chef Josef Nimmervoll warf ein, dass erst vor drei Jahren eine notdürftige Straßensanierung mit einer Dünnschichtdecke vorgenommen wurde. Ob es vernünftig wäre, die nun schon wieder wegzureißen, sei zumindest zu hinterfragen.

Im Gemeindegebiet stehen für den Straßendienst jedenfalls zuvor die Projekte am Hollabrunner Lothringerplatz und in Altenmarkt an. Bezüglich des Schwerverkehrs sei zu erwähnen, dass in der Roßau für große Lkws (über zehn Meter) ein Fahrverbot gilt.

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