Nach Gasexplosion: Warten auf den Abriss. Franz Artner lebt mit seinem Sohn derzeit bei seinen Eltern. Gattin Silvia erholt sich im Spital von einer Operation.

Von Sandra Frank. Erstellt am 04. Oktober 2017 (04:23)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
„Jetzt muss das Haus weggeräumt werden“, berichtet Hausbesitzer Franz Artner den nächste Schritt nach der verheerenden Explosion.
NOEN

„Die Operation meiner Frau ist gut verlaufen“, sagt Franz Artner, über eine Woche, nachdem das Haus seiner Familie in Aspersdorf regelrecht in die Luft geflogen ist. Gattin Silvia wurde mit schweren Verbrennungen im Gesicht und an den Armen ins AKH geflogen. Vergangenen Dienstag musste Haut transplantiert werden. Derzeit sind beide Arme bandagiert. „Sie kann nichts selbst machen“, berichtet Artner.

„Es kann ja passieren, dass Kinder hineinlaufen ...“

Zur Erinnerung ( siehe auch hier und unten): Aus einer undichten Gas-Zuleitung war Gas ausgetreten, das die Explosion im Haus auslöste. Hausbesitzerin Silvia Artner war noch einmal ins Haus gelaufen, um Kater Pauli zu suchen. Sie zog sich schwere Verbrennungen zu.

Franz Arnter wohnt vorerst mit dem sechsjährigen Sohn bei seinen Eltern. Wenn seine Frau aus dem Krankenhaus entlassen wird – das wird frühestens im November sein –, will sich die Familie eine Wohnung suchen.

„Jetzt muss das Haus einmal weggeräumt werden“, wartet Artner bereits auf den Abriss des zerstörten Hauses. Diese Arbeiten hätten bereits vergangene Woche beginnen können. Es habe aber die Angst bestanden, dass die Künette, die von der EVN gegraben wurde, nachgeben könnte.

Andererseits sei es gefährlich, die Überreste des Hauses so stehen zu lassen. „Es kann ja passieren, dass Kinder hineinlaufen ...“, macht sich der Trafikant Gedanken. Außerdem hat er die Hoffnung, während des Abrisses aus den Trümmern vielleicht doch noch das eine oder andere Andenken retten zu können.

„Die Künette wurde am Montag tagsüber verfüllt“, erklärt EVN-Sprecher Stefan Zach auf NÖN-Anfrage. Die Erde wurde seit der Explosion entlüftet, „weil in diesem Bereich die Gas-Konzentration groß gewesen sei. Allerdings könne man gefahrlos drüberfahren. Die Abbruchfirma sei bereits beauftragt. Wie es versicherungstechnisch weitergeht und ob sich die EVN selbst schadlos halten kann, wenn geklärt ist, wer den Schaden an der Gasleitung verursacht hat, ist vorerst offen.