„aufhOHRchen“ in Hollabrunn verschoben. Veranstaltungen, die für Mai und Juni geplant gewesen wären, werden nun ebenfalls abgesagt. Darunter auch das Volksmusikfestival "aufhOHRchen". Künstler und Veranstalter hängen derzeit schwer in der Luft, wie Helmut Schneider aus dem Hollabrunner Stadtsaalbüro meldet.

Von Sandra Frank. Erstellt am 30. März 2020 (16:27)
Im Vorjahr verkündeten Kulturstadträtin Elisabeth Schüttengruber-Holly, Erwin Bernreiter sowie der heutige Stadtchef Alfred Babinsky stolz, dass das Musikfestival "aufhOHRchen" 2020 im Hollabrunn stattfinden würde. Aufgrund der Coronakrise wurde es auf 2021 verschoben.
Stadtgemeinde Hollabrunn

Seit Beginn der Coronakrise werden reihenweise kulturelle Veranstaltungen abgesagt und verschoben. Bis zuletzt hofften die Hollabrunner, dass das Volksmusikfestival „aufhOHRchen“ Anfang Juni über die Bühne gehen kann. Immerhin wäre es ein Highlight im Jubiläumsjahr 2020. 

Doch nun musste die Kultur.Region.Niederösterreich aufgrund der Krise weitere Veranstaltungen absagen. Darunter ist eben auch „aufhOHRchen“ in Hollabrunn, das für 4. bis 7. Juni geplant gewesen ist. Die 28. Auflage des Musikfestivals von „traditionell bis schräg“: Volksmusik und Volxmusik soll 2021 stattfinden.  

Museumsfrühling fällt heuer ebenfalls aus

Kultur lebe von Emotionen, Begegnungen und dem gemeinsamen Ergebnis, teilt die Kultur.Region.Niederösterreich in einer Aussendung mit. In der aktuellen Situation sei das nicht möglich. Der niederösterreichweite Tag der Musikschulen (8. Mai) ist ebenfalls abgesagt, ebenso wie der Museumsfrühling (16. und 17. Mai).

Mit einem vielfältigen Service-, Beratungsleistungen und digitalen Kultur- und Bildungsprogrammen will die Kultur.Region zumindest das virtuelle Angebot im Bereich der Basis- und Breitenkultur stärken.


Kulturveranstaltungen verdichten sich im Herbst

Auch im Hollabrunner Stadtsaal werden die Veranstaltungen abgesagt. „Wir haben zu Beginn der Krise, als Veranstaltungen über 100 Personen im Indoor-Bereich verboten wurden, Tricky Niki auf Ende Mai verschoben“, berichtet Helmut Schneider aus dem Stadtsaalbüro, dass man Anfang März noch zuversichtlich gewesen ist, den Termin mit dem Comedian einfach nur verschieben zu müssen. 

Diese Zuversicht ist nun gewichen. Schneider und sein Team stellen derzeit Anfragen an Agenturen, um sie für Auftritte nach Hollabrunn zu holen. „Im Herbst könnten wahrscheinlich alle Künstler fünfmal pro Tag auftreten“, hofft Schneider, dass bis dahin wieder Normalität einkehrt. Einige Veranstaltungen müssen aber ersatzlos gestrichen werden. 

Derzeit würden Künstler wie Veranstalter „schwer in der Luft hängen“, da niemand wisse, wann größere Indoorveranstaltungen wieder möglich seien.