Bezirksobmann appelliert an seine „Pensionisten“. Absagen der geplanten Ausflüge schmerzen die Pensionisten, aber: "Wir Pensionisten sind eine Risikogruppe, darum sollten wir uns auch besonders schützen." Mit diesem Aufruf wandte sich Josef Pöllendorfer an die Pensionisten des Bezirks Hollabrunn.

Von Sandra Donnerbauer. Erstellt am 26. März 2020 (15:27)
Josef Pöllendorf, Bezirkskobmann des Pensionistenverbandes und Obmann der Retzer Ortsgruppe, mahnt seine Pensionisten, sich unbedingt an die Richtlinien der Regierung zu halten.
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Josef Pöllendorf, Bezirkskobmann des Pensionistenverbandes und Obmann der Retzer Ortsgruppe, richtete in diesen Tagen der Ungewissheit ein Schreiben an „seine“ Pensionisten. Er appelliert darin, sich rigoros an die Vorgaben von Politik und Experten zu halten: „Da wir Pensionisten eine Risikogruppe sind, sollten wir uns auch besonders schützen.“ 

„Die Situation, in der wir uns gerade finden, ist ja wirklich nicht rosig. Dieser bösartige Virus hält uns alle gefangen“, seufzt Pöllendorfer. Was das wirtschaftlich für die Zukunft bedeutet, sei ungewiss. Aber: „Da jeder dritte Euro in Österreich für die Wirtschaft von den Pensionisten kommt, ist es umso wichtiger, dass wir die Krise heil überstehen. Wenn wir zusammenhalten, bin ich auch überzeugt davon“, versprüht der Waitzendorfer Zuversicht.

Gesundheit und Solidarität gehen vor

Als Obmann von 1.800 Pensionisten im Bezirk Hollabrunn stimme es ihn freilich traurig, dass so viele Events nun ins Wasser fallen. Besonderes die Absage des Frühjahrstreffens an der spanischen Costa de la Luz schmerze. 200 Hollabrunner hätten daran teilgenommen. Doch Gesundheit und Solidarität gehen vor, unterstreicht Pöllendorfer und lobt die Regierung: „Ich bin beeindruckt, wie unsere Abgeordneten im Parlament momentan zusammenarbeiten. Das hätte ich mir schon immer gewünscht.“

Den Pensionisten rät er eindringlich, unnötige Ausfahrten zu meiden und, wenn möglich, den Garten zu genießen sowie die Möglichkeiten von E-Mail und Handy zu nützen.