Das bringt 2021 im Bezirk Hollabrunn. Von geplanter Volksabstimmung in Göllersdorf über Infrastruktur-Projekte bis zur Klima-Herausforderung – ein Auszug.

Von Romana Schuler, Franz Enzmann, Barbara Witzany, Christoph Reiterer und Sandra Frank. Erstellt am 06. Januar 2021 (05:11)
Beispielfoto für den Erlebnisweg, der in Hollabrunn entstehen wird und die Bezirkshauptstadt mit ihrem Naherholungsgebiet noch ein Stück attraktiver machen soll. Hollabrunn
zVg/Gemeinde

Prosit Neujahr! Mit diesem Ausspruch wurde 2021 eingeläutet. Es ist ein Jahr, von dem viele hoffen, dass es besser werden möge als das vergangene. Die NÖN hörte sich im Bezirk um, was es Neues bringt.

N euer BH-Stellvertreter. Im Jänner wären es vier Jahre gewesen, dass Karl Josef Weiss als BH-Stellvertreter in der Bezirkshauptmannschaft Hollabrunn engagiert ist. Doch Ende Dezember kehrte der Jurist dem Weinviertel den Rücken und rückte näher an seinen Heimatort Weidling: Er ist nun stellvertretender Bezirkshauptmann in Tulln. „Alles verändert sich einmal und ich freue mich über die neue Aufgabe“, sagte Weiss zum Abschied. Als Nachfolgerin kommt Renate Giller-Schilk von der BH Mistelbach.

A ussichtsplattformen werden fertiggestellt. Mailbergs Bürgermeister Herbert Golding hofft darauf, dass 2021 wieder Veranstaltungen abgehalten werden können. „Es sind viele Feste in der Warteschleife“, denkt er an die Sonnwendfeier des Kameradschaftsbundes oder das Oktoberfest der Feuerwehr. Was aber mit Sicherheit 2021 fertig werden wird: die Errichtung der beiden Aussichtsplattformen mit der Weinviertler Weinstraße. Die neue Straßenbeleuchtung mit den LED-Lampen ist übrigens ein weiteres Projekt, das im Frühjahr in der kleinsten Gemeinde des Bezirks fertig sein wird.

K indergartenzubau in kleinster Stadt. „Ganz oben auf der Liste der Vorhaben“ steht in Hardegg der Zubau des Kindergartens, wie Bürgermeister Fritz Schechtner versichert. Der Stadtchef rechnet mit einem Baubeginn im März. Wenn das neue Kindergartenjahr im September beginnt, soll er bereits bezugsfertig sein.

N ahversorger im Betriebsgebiet. „Was es 2021 nicht geben wird, sind Erhöhungen der Kanalgebühren“, verspricht Bürgermeister Roland Weber den Guntersdorfern. Ein großes Projekt, das er in diesem Jahr umsetzen will, ist ein – oder vielleicht sogar mehrere – Nahversorger im neu erschlossenen Guntersdorfer Betriebsgebiet. „Ich arbeite daran, dass wir dort einen Nahversorger bekommen“, ist der Gemeindechef bereits in Verhandlungen. Ziel ist es, dass 2021 gebaut wird.

A ufbahrungshalle wird vergrößert. Ein großes Projekt für die Jahre 2021 bis 2023 ist die Vergrößerung der Ziersdorfer Aufbahrungshalle. Auch die Unebenheiten am Weg vor der Halle sollen im Zuge dieser Arbeiten bereinigt werden, versichert Bürgermeister Hermann Fischer.

E rlebnisweg durch den Hollabrunner Wald. 46.000 Euro für Erdbau und Fundamente (Firma Lang & Menhofer), 54.000 Euro für Holz und Spielgeräte sowie 81.000 Euro fürs Infotainment (jeweils Firma Agropac) wurden kürzlich für den neuen Erlebnisweg „Hollabrunner Waldgeschichten“ beschlossen. Dieser wird mit 21 Stationen zwischen dem Parkplatz beim Hubertusdenkmal und dem Aussichtsturm errichtet. Die Detailplanung erfolgt durch das Ziviltechnikerbüro pronatour.

E röffnung des neuen Kindergartens. „Wir liegen gut im Zeitplan“, sagt Wullersdorfs Bürgermeister Richard Hogl über den neuen zweigruppigen Kindergarten in seinem Heimatort Immendorf. Außerdem entsteht im Rahmen des Projekts eine Tagesbetreuungseinrichtung für Kleinkinder. Der Bau muss rechtzeitig fertig werden, um im September in Betrieb zu gehen. „Wir hoffen schon, dass wir ihn dann auch feierlich eröffnen können“, wünscht sich Hogl, dass sich die Corona-Situation bis dahin entspannt hat.

Klimakrise. Aus Sicht des Grünen-Landtagsabgeordneten Georg Ecker bringt das Jahr 2021 eine Mammutaufgabe mit sich, die weit größer sei als die Bewältigung der Coronakrise: Der Klimaschutz dürfe nicht in Vergessenheit geraten, die Klimakrise werde auch den Bezirk immer stärker und anhaltend beschäftigen.

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