"Klimahelden" sind in der ASO Hollabrunn unterwegs. "Klima gut, alles gut", lautet das Jahresmotto der Allgemeinen Sonderschule Hollabrunn. Danach gestalten Schüler und Lehrer ihren Alltag. Das brachte der ASO den Titel Klimabündnis Schule ein. Sogar beim literarischen Frühstück mit Autor Franz Hammerbacher ging's um ein Tier, das vom Klimawandel betroffen ist.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 05. Februar 2020 (18:26)

Seit Anfang des Jahres ist die Hollabrunner Sonderschule (ASO) offiziell eine Klimabündnis Schule. Eine Reihe von Begegnungen und Infos zu diesem Thema gab es bereits, immerhin ist das Jahresmotto der Schule „Klima gut, alles gut“. Schüler und Lehrer erfuhren, auf welch vielfältige Weise jeder einzelne im täglichen Leben seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann.  

„Die Kinder sind sehr ehrgeizig bemüht, ihren Alltag so zu gestalten, dass auch sie sich zurecht kleine und große Klimahelden nennen dürften“, beobachtet Sonderschulpädagogin Maria Breindl. Müllvermeidung und -trennung stehen dabei ebenso auf dem Programm, wie sorgsamer Umgang mit Strom und Wasser sowie regionales und saisonales Einkaufen. „Das sind nur einige Schlagworte, die den Klimaschutz an der ASO Hollabrunn kennzeichnen.“

Klimaclown  überbrachte Auszeichnung

Das Schild, das die ASO sichtbar zur Klimabündnis Schule macht, überbrachte jemand ganz besonderer: Klimaclown Thomas Wackerling. Als Klimabeauftragte der Schule ist ASO-Lehrerin Susanne Nowak sehr engagiert. Ihrem Einsatz ist diese Auszeichnung zum Großteil zu verdanken.

Unterstütz wird die Schule außerdem von der Stadtgemeinde Hollabrunn, immerhin gehört die Bezirkshauptstadt zu den Klimabündnis Gemeinden. Darum unterstützte sie den Einsatz des Klimaclowns, der das ernste Thema so erlebbar machte, dass die Kinder bei seinem Besuch sehr viel zu lachen hatten, und finanzierte den anschließenden Workshop. Umwelt-Stadtrat Josef Keck ließ sich die feierliche Überreichung des Klimabündnis-Schule-Schilds ebenfalls nicht entgehen.  

Literatur trifft auf Klima

Ein Schwerpunkt, der bereits einige Male in den Schulalltag eingebunden wurde, ist die Vernetzung von Klima und Literatur. Wie das gelingen kann? Indem zum Beispiel Franz Hammerbacher als Lesegast beim literarische Frühstück dabei ist. 

Der gebürtige Hollabrunner ist Autor, Verleger und Professor für Germanistik. Er las den ASO-Schülern die Geschichte von Lars, dem kleinen Eisbären vor. Vor der Lesung hatten sich die Kinder bereits mit Eisbären auseinandergesetzt, weil diese zu jenen Tieren gehören, deren Lebensraum vom Klimawandel massiv gefährdet ist. Was dem Verleger besonders an dem Buch gefällt: Dessen Autor Hans de Beer ist einer von wenigen, die ihre Bücher selbst illustrieren.

Ganz gespannt lauschten die Kinder den Erzählungen des Hollabrunners, der die Kinder schnell in seinen Bann zog. So entführte er sie in die Antarktis und nahm sie mit auf die abenteuerliche Reise des Eisbärkindes Lars.

Hammerbacher genoss während des anschließenden Frühstücks die Gesellschaft der Schüler und beantwortete gern ihre Fragen rund um Klima, Literatur und Eisbären.