Ausschreibung läuft: Projekt Glasfaser geht in die nächste Runde

Das Glasfaserprojekt im Retzer Land ist in die nächste Phase übergegangen. Nachdem die Detailplanung abgeschlossen ist, läuft aktuell das Ausschreibungsverfahren für den gesamten derzeit beplanten Bereich.

Erstellt am 28. November 2021 | 09:05
Lesezeit: 1 Min
New Image
Das Retzer Land Glasfaser-Team bei einer Vereinssitzung in Unterretzbach (v.l.): Daniel Wöhrer, Leopold Schwaiger, Alois Binder, Stefan Schmid, Leo Ramharter, Martin Wurst.
Foto: privat

Die Bestellquote, die sogenannte „takerate“, liegt im Retzer Land knapp unter 50 Prozent der technisch maximal möglichen Anschlüsse. In den letzten Monaten wurde auf verschiedenen Wegen für das schnelle Glasfaserinternet geworben. So konnten durch persönliche Kontaktaufnahme von Mandataren und Gemeindemitarbeitern neue Kunden gewonnen werden.

Um mehr Partner einbinden zu können: Gebiet in kleinere Bereiche unterteilt

Der Fokus des Projektes liegt nun darin, die richtigen Projektpartner für die Umsetzung zu finden. Damit auch mittelständische Unternehmen als Bieter gewonnen werden können und um kürzere Bauzeiten zu erreichen, wurde das Projektgebiet in kleinere Bereiche unterteilt: Pulkau mit Dietmannsdorf, Retz sowie Retzbach und Schrattenthal. Somit können gleichzeitig mehrere verschiedene Firmen beauftragt werden.

„Die Grab- und Bauarbeiten starten im Frühjahr 2022. Eine komplette Finalisierung des aktuellen Ausbauprojektes ist mit Ende 2023 vorgesehen", sagt Leopold Schwaiger, Geschäftsführer der Glasfaser Retzer Land GmbH. Für manche Bauabschnitte kann 2022 mit dem fertigen Anschluss einzelner Häuser gerechnet werden. 

„Im Vergleich zu den meisten Projekten in Niederösterreich steht unser Netz im 100-prozentigen Eigentum der teilnehmenden Gemeinden. Das bringt allen Kunden viel Sicherheit und verbessert Dank der intensiven Förderer-Werbung bei Bund und Land auch die Vermögensausstattung der Gemeinden", erklärt Stefan Schmid, Bürgermeister der Stadtgemeinde Schrattenthal. 

Mit Netz NÖ (EVN) wurde im letzten Jahr eine intensive Abstimmung betrieben. Es wurden sowohl beim überregionalen als auch beim örtlichen Stromnetz gemeinsame Interessen gefunden. Daher werden über einen großen Teil gemeinsame Grabungsarbeiten durchgeführt, um die Unannehmlichkeiten von zwei Bauvorhaben auf eines zusammenführen zu können.