Ausschuss behandelte Petitionen zur Schnellstraße

SPÖ und FPÖ starteten zwei Petitionen, um die Weinviertler Schnellstraße, vor allem im Bereich zwischen Göllersdorf und Großstelzendorf sicherer zu machen. Die SPÖ will einen dreispurigen Ausbau, die FPÖ fordert den Vollausbau. Nun werden Stellungnahmen von Verkehrsministerium, dem Amt der NÖ Landesregierung sowie von ÖAMTC und Asfinag eingeholt.

Sandra Frank
Sandra Frank Erstellt am 07. Oktober 2021 | 14:23

Zurzeit tagt der Petitionsausschuss des Parlaments. Wie berichtet werden in der Sitzung die beiden Petitionen von der Göllersdorfer SPÖ und der FPÖ für Verbesserungen der Weinviertler Schnellstraße S 3  zwischen Göllersdorf und Großstelzendorf behandelt. 

Die Petition der Sozialdemokraten wurde von Nationalratsabgeordnetem Rudolf Silvan eingebracht. "Er hat den Antrag gestellt, dass nun Stellungnahmen vom Verkehrsministerium, vom Amt der NÖ Landesregierung, von ÖAMTC und von der Asfinag eingeholt werden", berichtet sein parlamentarischer Mitarbeiter Stefan Hinterberger. Dieser Antrag wurde von allen Parteien angenommen.

Göllersdorfer SPÖ fordert "ordentlichen Lärmschutz"

„Die Asfinag hat ja bereits signalisiert die brandgefährliche Auffahrt auf die Schnellstraße mittels Stopptafel auf der Höhe der Göllersdorfer Tankstelle zu entschärfen“, ist Silvan guter Dinge, das zumindest dieses Anliegen  rasch erfüllt werden könnte.

Göllersdorfs SPÖ-Chef Hinterberger spricht über die weiteren Forderungen der Petition:  „Zusätzlich fordern wir das Verkehrsministerium auf, der Asfinag die notwendigen Mitteln für einen dreispurigen Ausbau des Streckenabschnitts Göllersdorf - Großstelzendorf, sowie für die Herstellung eines ordentlichen Lärmschutzes zur Verfügung zu stellt.“

Besonders den Lärmschutz erachtet der Göllersdorfer als essentiell, denn dieser würde die Lebensqualität für die Anwohner der örtlichen Bevölkerung massiv erhöhen. Dafür sprach sich auch der Göllersdorfer Gemeinderat in einer vorangegangenen Resolution aus, die einstimmig beschlossen wurde.  

FPÖ-Lausch: "Es geht um Sicherheit der Bürger"

Silvan, wie auch FPÖ-Parlamentarier Christian Lausch, der die Petition der Freiheitlichen zum Vollausbau der S 3 einbrachte, versicherten, die Petitionen gegenseitig zu unterstützen. Beide sind froh, dass der Antrag, Stellungnahmen einzuholen, angenommen wurde.

"Es geht um einen Sicherheitsausbau der S 3", betonte Lausch in einer Wortmeldung vor dem Ausschuss. Damit meint er die "gefährlichen Engstellen im Bereich Sierndorf, Obermallebarn, Göllersdorf – hier auch die gefährliche Auf- und Abfahrt auf die S3 und Großstelzendorf". Und: Bei Unfällen würden die Blaulichtorganisationen  erschwerte Bedingungen beim Bergen vorfinden. Das wiederum bedeute Zeitverlust. "Gerade bei verletzten Personen spielt Zeit eine große Rolle, es kann um Leben und Tod gehen", betont Lausch.  

„Dieser vierspurige Ausbau ist deshalb so wichtig, da es um die Sicherheit der Bürger geht, ich bin schon gespannt auf die Stellungnahmen“, so Lausch.

Die Petition für den vierspurigen Vollausbau der S3 zwischen Stockerau und Hollabrunn"  kann unter folgendem noch unterzeichnet werden: https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVII/PET/PET_00066/index.shtml