10 Millionen Euro für drei Schultypen in Hollabrunn. Das LFS-Schulgebäude wird saniert. Die Werkstätte für die Fleischerberufsschule neu gebaut. 2020 soll das Großprojekt abgeschlossen sein.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 05. Juli 2019 (13:34)
Jürgen Mück
LBS-Direktor Franz Höfinger, Landtagsabgeordneter Richard Hogl, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, LFS-Direktor Rudolf Reisenberger, Privat-HTL-Geschäftsführer Gottfried Krottendorfer und die mit August ausscheidende Privat-HTL-Direktorin Gabriele Hager-Wiesböck.

Die ersten Baustellentätigkeiten sind bereits zu erspähen. In Hollabrunn werden am und rund um den Sonnleitenweg nicht weniger als 10 Millionen Euro investiert, die den Schülern der Landwirtschaftlichen Fachschule, der Fleischerberufsschule sowie der Privat-HTL für Lebensmitteltechnologie zugutekommen. 

Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister präsentierte nun gemeinsam mit den Direktoren offiziell das ambitionierte Großprojekt, das im August 2020 abgeschlossen sein soll, und nahm einen Spatenstich vor.


Sanierung und Neubau

Das Vorhaben lässt sich in drei wesentliche Bereiche aufteilen. So werden 3,53 Millionen Euro für die Sanierung des LFS-Schulgebäudes in die Hand genommen. 4,85 Millionen Euro fließen in den Neubau der Fleischerwerkstätte, die somit nächstes Jahr vom Messegelände absiedelt, und künftig von Berufsschülern ebenso wie von Fachschülern genutzt werden wird. 

Nach dem teilweisen Einsturz des LFS-Weinkellers vor mehr als einem Jahr – mehr als 7.000 Bouteillen blieben verschüttet! – ist hier weiters ein Zubau um 1,2 Millionen Euro erforderlich.

Einzigartige Kooperation dreier Schularte

„Es geht um die intensive Nutzung von Synergien und darum, konkurrenzfähige Standort zu schaffen. Das ist eine einzigartige Schulkooperation dreier Schularten mit Signalwirkung“, frohlockte die Landesrätin.

Man wolle der rasanten Entwicklung in der Landwirtschaft gerecht werden. Der Altbestand und der Neubau werden durch eine Brücke verbunden sein. Für Planung und Bauaufsicht zeichnen die beiden Architekturbüros Wolfgang Weidinger (Linz/Wien) und Heinrich Strixner (Wiener Neudorf) verantwortlich.

Im Schuljahr 2019/20 wird das alte Gebäude der Fleischerschule zum Teil auch von den Landwirtschaftsschülern genützt und es dann Platz für das Campus-Projekt der Stadtgemeinde Hollabrunn machen soll.