Wohnmobile werden beim Friedhof parken. Vorübergehende Lösung soll wenig Kosten verursachen. Alternative musste wegen Jahnplatz-Verbauung gefunden werden.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 30. September 2017 (06:04)
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Der Parkplatz vor der Jahnhalle verwandelt sich beim dreitägigen Weinlesefest stets in einen Rummelplatz, doch das soll der Vergangenheit angehören. Die notwendige Erweiterung des Rotkreuz-Hauses wird mit einem Wohnbau und einem Parkdeck mit öffentlichen Stellplätzen verbunden. Wo aber sollen dann die Wohnwägen und Busse parken? Helmut Bergmann präsentierte dem Gemeinderat eine Lösung, die allerdings als vorübergehend betrachtet wird.

Breitenfelder äußerte Sicherheitsbedenken

Helmut Bergmann (ÖVP) suchte nach einem Alternativplatz für Wohnmobile.
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Wohnmobile sollen künftig am Parkplatz gegenüber vom Friedhof stehen. „Wir brauchen nicht viel bauen“, erklärte ÖVP-Gemeinderat Bergmann. Die Anschlüsse für Strom und Kanal sind vorhanden.

„Aus Sicht der Gäste wäre das nicht die attraktivste Möglichkeit“, findet Gemeinderat Felix Wiklicky (Wir für Retz). Man solle sich zu einer Gesamtlösung innerhalb der Stadtplanung entschließen. „Wir finden das vorläufig gut, aber aus touristischer Sicht ist das kein Renommee.“

Karl Breitenfelder (Wir für Retz) äußerte Sicherheitsbedenken, weil Camper zum Aufsuchen des Klos die Straße queren müssen. Roman Langer (ÖVP) entgegnete, dass Wohnmobile ihre WC-Anlagen mitführen. Erfahrungsgemäß würden lieber öffentliche Toiletten benutzt, erwiderte Breitenfelder. Der Anger mit dem öffentlichen und behindertengerechten WC würde sich anbieten.

Busstellplätze beim Bahnhof vorgesehen

Langer kann sich nicht vorstellen, dass Anrainer eine Freude mit Wohnmobilen im Ortsgebiet hätten. Die Errichtung der Infrastruktur – etwa die Asphaltierung – würde zudem „ein Vielfaches der Kosten“ bedeuten. „Ich habe mit Campern gesprochen“, ergänzte Bergmann. „Überall sind die Plätze in der Peripherie, sehr viele sind in Friedhofsnähe.“ Wenn es ein Provisorium ist, dann sollte es möglichst wenig kosten, findet Martin Pichelhofer (Die Grünen). „Das ist momentan das Beste.“ Langer: „Und es ist auch fürs heurige Jahr budgetiert.“

Gemeinderätin Laura Walzer (Die Grünen) erkundigte sich nach den Alternativen. Bergmann führte den Tennisplatz an. Dort sei allerdings ein „Einfahrproblem“ gegeben. Der Bahnhof, der eine neu gestaltete Park&Ride-Anlage bekommen soll, war ebenso im Gespräch. Die Busse, die jetzt noch den Alten Sportplatz bei der Jahnhalle nutzen, sollen übrigens genau beim Bahnhof neue Stellplätze vorfinden. Beide Beschlüsse – Wohnmobil-Stellplätze beim Friedhof und Busparkplätze beim Bahnhof – fielen letztlich einstimmig.