Sulak war in den „Heiligen Hallen“ der Schauspielerei. An der berühmtesten Schauspielschule in New York besuchte Thomas Sulak von der Bühne Weinviertel einen Kurs.

Von Barbara Witzany. Erstellt am 19. März 2020 (04:07)
Ein Selfie vor dem Eingang machte ThomasSulak, in den Räumen ist fotografieren verboten.Broadway-Shows zählten übrigens auch beimRahmenprogramm zum New-York-Aufenthalt des Weinviertlers.
privat

Er gehört seit fünf Jahren zum Ensemble der Bühne Weinviertel, spielt bei den Theatergruppen in Oberfellabrunn und Weitra und führte bei der Theatergruppe in Groß Gerungs Regie: Thomas Sulak aus Sierndorf. Nun erfüllte er sich einen Traum.

Bei der Bühne Weinviertel zeigte er in breit gefächerten Rollen sein Können: Unter anderem gab er den König Drosselbart, den Richter in Hexenjagd, den proletenhaften Freund in „Taxi, Taxi“, beim Jägerstätter, „Märzengrund“ und zuletzt bei der einzigen Vorstellung von „Reset - Alles auf Anfang“. Hier spielte Sulak einen Homosexuellen – und löste Lachsalven beim Publikum aus.

Nun verbrachte der Schauspieler aus Leidenschaft eine Woche in New York und besuchte das „Lee Strasberg Theatre & Film Institute“, eine der berühmtesten Schulen weltweit. „Wir hatten Unterricht von 8 bis 17 Uhr. Es gab Module für Atmung und Sprache, wir konnten bei der Regiearbeit zuschauen und wir haben Teile von Theaterstücken und Filmszenen analysiert“, erzählt der Weinviertler.

Lehrende mit langer Brodway-Erfahrung

Letzteren Bereich fand Sulak am interessantesten: „Wir haben uns, unter anderem, einen Ausschnitt eines Films mit Tom Hanks angeschaut und dann im Detail besprochen.“ Zu den Vortragenden meinte er lächelnd: „Es hat halt schon eine andere Wertigkeit, wenn Lehrende 15 Jahre am Broadway gespielt haben.“

In seinem Beruf in der IT-Branche steht Sulak ebenfalls auf der Bühne. Er hält Vorträge oder moderiert. Manchmal verknüpft der vielseitige Künstler IT-Themen und macht daraus ein eigenes Kabarett-Programm. Er spielt Gitarre, Klavier, Bass und Drums – auch mit Gesang. Bei Filmprojekten hat Sulak ebenfalls schon mitgewirkt.

Sein Traum ist es nun, an einem zwölfwöchigen Kurs im New Yorker Film-Institut teilzunehmen, erzählt Sulak: „Das ist im Moment aus verschiedenen Gründen nicht so einfach. Ich hoffe, dass es irgendwann einmal klappt.“