Betrieb im Steinbruch geht weiter. Die Hengl Gruppe will die Coronakrise "an der Seite unserer Mitarbeiter durchstehen". Arbeiten laufen unter Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen vorerst weiter.

Von Sandra Frank. Erstellt am 24. März 2020 (09:44)
In den Steinbrüchen der Hengl Gruppe wird - unter Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen - vorerst weitergearbeitet.
hengl.at

„Wir möchten unsere Mitarbeiter während der Coronakrise durchbeschäftigten und stehen an ihrer Seite“, sagt Florian Hengl, Geschäftsführer der Hengl Gruppe. Vorerst bleibt der Betrieb in den Steinbrüchen des Unternehmens mit Sitz in Limberg aufrecht, Kundenlieferungen werden durchgeführt. 

Die Hengls seien zuversichtlich, dass sie diese schwierige Situation gemeinsam mit ihren Mitarbeitern meistern werden. Auf Freisetzung, Kurzarbeit oder andere Maßnahmen werde derzeit noch verzichtet. „Es ist das klare Ziel, diese temporäre Krise an der Seite unserer Mitarbeiter durchzustehen, die Auswirkungen auf unser gemeinsames Unternehmen und jeden Einzelnen so gering wie möglich zu halten“, ließ die Geschäftsführung die Mitarbeiter in einem Schreiben vom 15. März wissen.

Kommunikation via Funk und Telefon

„Aufgrund der Beschaffenheit der Arbeitsplätze und Geräte können wir alle Mitarbeiter voneinander trennen und die Sicherheitsvorschriften leicht umsetzen“, berichtet Hengl. Die Kollegen sind angehalten, via Funk oder Telefon zu kommunizieren. Wo es möglich war, wurde auf Teleworking umgestellt.

Der Geschäftsführer ist sicher: Betriebe, die die Produktion aufrechterhalten können, werden die Krise besser überstehen und auch in Zukunft sichere Arbeitgeber sein.

Bei aller Zuversicht macht sich der sogenannte Shutdown in den täglich sinkenden Verkaufszahlen auch bei dem Limberger Unternehmen, das in seinen Werken Felsgestein verarbeitet, bemerkbar. Saisonbedingt seien die Lager aber leer, die Hengl Gruppe könne einen Monat auf Vorrat produzieren. 

Florian Hengl: "Wir packen das gemeinsam!"

Wie sich die Lage entwickeln müsste, dass auch in den Steinbrüchen der Betrieb eingestellt werden muss? „Wenn die Ersatzteile ausgehen. Da gibt es einen Mangel, aber wir sind kreativ“, nimmt Florian Hengl die Situation mit Humor. Die Arbeit eingestellt werden müsse natürlich auch dann, wenn es behördlich angeordnet wird.

Trotz aller Maßnahmen, sieht der Unternehmer aber auch die positiven Seiten: „Wir können jetzt viele Projekte durchführen, die wir seit Jahren vor uns herschieben.“ Zum Beispiel werden jetzt endlich Daten gesichert, Dokumente aufgearbeitet, interne Glasfaserverbindungen gebaut, es wird aufgeräumt und geputzt. Die Angestellten lernen nun den Umgang mit der Telearbeit, besonders Videokonferenzen würden mehr Disziplin erfordern. „Alles im allen sind wir recht positiv! Wir sind sicher, dass wir es gemeinsam packen!“