1.500 Unterschriften gegen das Mercosur-Abkommen. Der EU-Abgeordnete Alexander Bernhuber (ÖVP) kämpft auf europäischer Ebene gegen das Handelsabkommen Mercosur (Gemeinsamer Markt Südamerikas), weil dieses der Landwirtschaft und der Umwelt nachhaltig schaden würde. Und er hofft auch auf weiteren Zuspruch aus dem Landwirtschaftsbezirk Hollabrunn.

Von Red. Hollabrunn. Erstellt am 26. Juli 2020 (15:46)
Ministerin Karoline Edtstadler, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und EU-Abgeordneter Alexander Bernhuber.
Hans Hofer

Mehr als 41.000 Niederösterreicher haben den Mostviertler bereits mit ihren Unterschriften unterstützt. Rund 1.500 Unterzeichner der Anti-Mercosur-Petition wurden bislang aus dem Bezirk Hollabrunn registriert.

„Wir setzen uns weiterhin gemeinsam für regionale Produkte und gegen Billigfleisch aus Südamerika ein“, dankt Bernhuber für den Rückhalt bei der Aktion, die mit dem NÖ Bauernbund initiiert wurde. Unterstützung sicherte auch Europaministerin Karoline Edtstadler zu.

Da die Mitgliedstaaten das Abkommen einstimmig absegnen müssten, steht die Ratifizierung aktuell still. Neben Österreich haben es die Parlamente der Niederlande und der französischsprachigen Region Belgiens, Wallonien, in der jetzigen Form bereits abgelehnt. EU-Bürgerbeauftragte Emily O’Reilly hat eine Untersuchung in die Wege geleitet, die speziell den Vorwürfen hinsichtlich Umwelt und Klimafragen nachgehen soll.

Aus Bernhubers Sicht müsse das Handelsabkommen im Sonne des Klimaschutzes neu verhandelt werden. Er fordert CO2-Klimazölle für Importe aus Übersee.

Die Petition ist übrigens unter www.stopp-mercosur.at zu finden.