150 Feuerwehrleute im Katastropheneinsatz. In Mailberg, Guntersdorf und Irnfritz übten Feuerwehren das Vorgehen bei Massenkarambolage, Unwetter und austretenden Schadstoffen.

Erstellt am 03. Oktober 2018 (10:52)

Umgestürzte Bäume, austretende Schadstoffe, Massenkarambolage und Unwetter! Beinahe 150 Feuerwehrmitglieder übten die Bekämpfung solcher Schäden im Rahmen der jährlichen Katastrophenhilfsdienst-Übung (KHD) des Bezirksfeuerwehrkommandos Hollabrunn.

Heuer wurde Ende September mit 24 Feuerwehren aus dem Bezirk dieser Ernstfall in Mailberg, Guntersdorf und Irnfritz (Bezirk Horn) geübt: Die so genannte 7. KHD-Bereitschaft ist dabei in sechs Züge unterteilt. Ein Zug besteht aus meist sechs oder sieben Fahrzeugen. Die Züge 1, 2 und 4 übten in Mailberg verschiedene Unwetterszenarien und Schadstoffeeinsätze.

Die 35 Mitglieder des 3. Zuges, welcher aus Feuerwehren des Abschnittes Ravelsbach besteht, übten die Bewältigung einer Massenkarambolage bzw. Zugunfall. Übungsleiter Franz Kloiber und das Team des KHD-Zugskommandos bauten dort realitätsnah verschiedene technische Szenarien auf. Die Irnfritzer Firma „Eisen Stark“ hat dazu den betriebseigenen Schrottplatz und Fahrzeuge zur Verfügung gestellt.

Der 6. Zug baute ein Rettungsfloss am Guntersdorfer-Teich. Der Kommando-Zug übernahm die Einsatzführung, Versorgung und die Besetzung der Bezirksalarmzentrale.

Bezirksfeuerwehrkommandant Alois Zaussinger, sein Stellvertreter Reinhard Scheichenberger sowie der Kommandant der KHD-Bereitschaft Wolfgang Brunthaler und sein Stellvertreter Christian Schwayer machten sich ein Bild von allen Übungsplätzen um sich von der Einsatzbereitschaft des KHD-Dienstes zu überzeugen.

Der Katastrophenhilfsdienst dient vorrangig der Unterstützung und Ablöse von Einsatzkräften und kommt vor allem bei großen Schadenslagen, wie zum Beispiel dem Donauhochwasser, zum Einsatz. „Dieser Sonderdienst muss bei diesen Einsätzen eingespielt sein und sich selbst versorgen können, um in der betroffenen Region keine Aufwände zu verursachen“, erklärt Feuerwehrsprecher Wilfgang Thürr. Dementsprechend sei es notwendig diese Abläufe regelmäßig in großem Maßstab zu üben und die Vorbereitungen auf ihre Tauglichkeit zu testen.

„Ein großer Dank gebührt den Feuerwehrmitgliedern, die bereits seit Wochen mit der Ausarbeitung der Großübung beschäftigt waren“, ist das Bezirksfeuerwehrkommando froh, ober die Unterstützung ihrer Kameraden.