Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozent. „Die Trendwende ist erfolgt, aber noch nicht bei allen Jobsuchenden angekommen.“ So fasst Hollabrunns AMS-Geschäftsstellenleiter Josef Mukstadt das abgelaufene Arbeitsmarktjahr 2017 in Kürze zusammen.

Erstellt am 08. Januar 2018 (10:00)
Josef Mukstadt
Semrad

Trotz der erfreulichen Entwicklung gebe es weiterhin strukturelle Probleme: Angehörige der Generation 50+ oder Arbeitsuchende mit gesundheitlichen Einschränkungen werden es weiter schwer haben, der Langzeitarbeitslosigkeit zu entrinnen.

Rund jeder fünfte Jobsuchende im Bezirk wird bereits ein Jahr und länger vom AMS Hollabrunn betreut. „Ohne unsere Unterstützung finden dieses Menschen kaum Anschluss an das Erwerbsleben“, weiß Mukstadt. Weitere Fakten: Im Jahresdurchschnitt 2017 gab es 18.078 unselbstständig Erwerbstätige im Bezirk Hollabrunn – um 163 mehr als im Jahr zuvor (+0,9 %; im Vergleich NÖ: +1,7 %).

Während des Jahres mussten sich 7,2 Prozent aller Beschäftigten nach einem neuen Job umschauen. Die Arbeitslosenquote lag damit im Bezirk um 0,2 % unter dem Wert des Vorjahres. „Anfangs zögerlich, hat sich das Wirtschaftswachstum gegen Jahresende auch im Bezirk Hollabrunn verfestigt. Ab der zweiten Jahreshälfte steigen die Beschäftigten- und sinken die Arbeitslosenzahlen“, analysiert Mukstadt.