Beschäftigungsplus und weniger Arbeitslose. Im Bezirk Hollabrunn wurden zuletzt 19.906 unselbständig Erwerbstätige gezählt. Das berichtet Hollabrunns AMS-Geschäftsstellenleiter Josef Mukstadt in seiner Analyse der Oktober-Statistik.

Erstellt am 01. November 2016 (12:21)
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Gegenüber dem Vorjahr seien das 158 zusätzliche Dienstverhältnisse, was einem Beschäftigungszuwachs um 0,8 Prozent entspricht.

Arbeitslosenzahlen im Oktober rückläufig

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Die Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte sei bei einer Gesamtzahl von 1.346 leicht rückläufig. Gesondert erfasst werden 1.809 geringfügig entlohnte Dienstverhältnisse, die fast zu zwei Drittel auf Frauen entfallen. Damit verfügt fast jeder zehnte Beschäftigte über ein monatliches Arbeitseinkommen unterhalb von 400 Euro. „Binnen Jahresfrist hat diese Form der atypischen Beschäftigung um 1,9 Prozent zugenommen“, so Mukstadt.

Die Arbeitslosenzahlen im Bezirk Hollabrunn waren im Oktober deutlich rückläufig. Inklusive Schulungen waren 1.657 Jobsuchende vorgemerkt, um 53 oder 3,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Diese Herbstbilanz sei umso erfreulicher, als landesweit ein Plus von 2,8 Prozent vor den Arbeitslosenzahlen steht, so Mukstadt.

Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit

Die Belebung der Arbeitskräftenachfrage fokussiere sich auf Frauen. Beschäftigungstreiber seien konsumorientierte Branchen, wie etwa der Einzelhandel und Dienstleistungsbereich. „Bereits im Verlauf des gesamten Jahres manifestiert sich ein Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit. Förderungen und Ausbildungsangebote des AMS tragen dazu ebenso bei, wie geburtenschwächere Jahrgänge, die in das Berufsleben eintreten“, erklärt der AMS-Leiter.

Das zeige sich besonders am Lehrstellenmarkt, wo es in immer mehr Lehrberufen zusehends schwieriger wird, interessierte und geeignete Jugendliche zu finden.

"Trendwende nicht absehbar"

Unverändert exponiert präsentiert sich die Situation der älteren Erwerbsgeneration, der mittlerweile 36 Prozent aller Arbeitsuchenden zuzurechnen sind. 489 Arbeitslose sind in der Alterskategorie 50+ erfasst. Das sind um 6,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Vom Anstieg betroffen sind ausschließlich Männer.

Das lasse einen Rückschluss auf das unterschiedliche Pensionseintrittsalter zu, so Mukstadt, der die insgesamt rückläufige Arbeitslosenzahl im Bezirk lediglich als Zwischenhoch bezeichnet: „Ausgehend von den aktuellen Konjunkturprognosen ist eine Trendwende bei den Älteren ebenso wenig absehbar wie ein nachhaltiger Rückgang der Gesamtarbeitslosigkeit.“ Die kommenden Wochen würden das zeigen. Erste saisonale Freistellungen seien bereits Anfang November erfolgt.