Bluten, um Menschen zu retten. 2.105 Spender zählte der Bezirk im Vorjahr. Das Rote Kreuz ist sehr zufrieden.

Von Sandra Frank und Barbara Witzany. Erstellt am 26. Juni 2019 (03:59)
NÖN
Im März dieses Jahres ehrte das Rote Kreuz mit Andrea Gattringer (3.v.l.) die 60.000. Spenderin. Mit dabei waren (v.l.): Franz Petschenig, Markus Jarnig, Erwin Bernreiter, Christa Eder, Emil Plessl, Irene Galle und Leopold Stockinger.

Gerade im Sommer werden die Blutkonserven weniger, weiß Franz Petschenig. Er ist in der Hollabrunner Bezirksstelle seit 30 Jahren für die Blutspendeaktionen verantwortlich. Mit der „Ausbeute“ ist er stets zufrieden, mehr könne es natürlich immer sein. Besonders freut ihn, dass Hollabrunn als die „Blutspendehauptstadt“ bekannt ist. Denn auch wenn innerhalb des Jahres die Spendenfreudigkeit schwankt, am Ende ist die Blutmenge gleich, wenn nicht sogar höher als im Vorjahr.

2.105 Spender im Bezirk im letzten Jahr

Im vergangenen Jahr wurden in Niederösterreich 878 Blutspendeaktionen durchgeführt, 43 davon im Bezirk. 2.105 Spender ließen dabei ihr Blut. Einer davon ist Florian Hinteregger. Drei bis vier Mal geht der Sitzendorfer Vizebürgermeister im Jahr Blut spenden. Warum? Er sieht es als Engagement an der Gemeinschaft. „Es macht Sinn. Ich bin in Roseldorf, Sitzendorf und Hollabrunn beim Blutspenden.“ Dabei beobachtet er eine gute Durchmischung des Alters: „Die Jungen kommen über höhere Schulen, Bundesheer und Zivildienst zum Blutspenden“, berichtet Hinteregger. Außerdem weiß er, dass Ältere oft Jüngere mitnehmen.

Auch wenn der Sitzendorfer Vize eine gute Durchmischung ortet, in der Auswertung der Hollabrunner Teilnehmer hat eine Altersgruppe die Nase klar vorne: die 51- bis 60-Jährigen. Die seien das Spenden gewohnt, meint Petschenig, der sich seit 53 Jahren beim Roten Kreuz engagiert. Warum es Sinn macht, Blut zu spenden? „Damit man Menschen retten kann“, antwortet der Hollabrunner prompt.

Kooperation mit HTL

Mit vielen Aktionen versucht das Rote Kreuz in Hollabrunn, junge Menschen zum Spenden zu bewegen. Eine gute Kooperation gebe es hier mit der Hollabrunner HTL, die 2020 bereits ihr Zehnjähriges feiert: Am Tag nach den Weihnachtsferien können die Schüler Blut spenden. Wer sich meldet, bekommt einen freien Tag geschenkt. Ein solches „Zuckerl“ habe auch der 72-Jährige bekommen, als er während seiner Bundesheerzeit das erste Mal Blut ließ. „Im Schnitt haben wir bei den Aktionen 100 Schüler. Nächstes Jahr erwarten wir die 1.000. Spende aus der HTL.“ Wer das erste Mal seine Angst vor der Nadel überwunden hat, dem falle es ab dann ganz leicht, Blut zu spenden.

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