Erdbeben! 150 FF-Mitglieder im Übungseinsatz. Die 7. Katastrophenhilfsdienstbereitschaft des Bezirkes Hollabrunn stellte sich heuer einer besonderen Übungsherausforderung - bei einem Erdbeben sind mehrere Häuser eingestürzt, viele Personen werden vermisst.

Erstellt am 25. September 2016 (12:47)

Bereits um 6 Uhr morgens setzten sich am Samstag die ersten Feuerwehren Richtung Steinbruch Hengl (Limberg) in Marsch. Dort hatte Franz Kloiber (FF Maissau) gemeinsam mit der Firma Hengl mehrere Schuttkegeln für die Übung aufgebaut und Verletzte unter Trümmerteilen platziert.

Die Hunde der ebenfalls alarmierten Österreichische Rettungshundebrigade (Staffel Heidenreichstein und Eggenburg) durchsuchten zunächst alleine die Schuttkegel nach Verschütteten ab. Die Feuerwehrkräfte wurden dann zur Rettung der Personen gerufen.

Dabei wurde mit größter Vorsicht vorgegangen. Alles was noch irgendwie händisch bewegt werden konnte, wurde in schweißtreibender Arbeit von den Feuerwehrmitgliedern von Hand geschaufelt oder bewegt. Für größere Schuttteile war dann schweres Gerät notwendig.

Der vom NÖ Landesfeuerwehrverband neu stationierte Teleskoplader, aber auch die stationieren Wechselladefahrzeuge spielten hier ihre Stärken aus. Auch die Sprenggruppe des Bezirksfeuerwehrkommandos führte während der Übung einige Sprengversuche an Trümmerteilen durch.

Insgesamt wurden bei der Übung neun Personen aus dem Trümmerteilen gerettet.

"Entwurzelte" Bäume mussten beseitigt werden

Auch den 1. KHD-Zug erwartete ein besonderes Szenario: durch das Sturmtief Franz wurden mehrere Bäume auf die Bundesstraße 4 geworfen. Dazu wurden vom Förster die Bäume extra so gefällt, dass diese übereinander lagen. Auftrag für die Mitglieder des 1. Zuges war, die Straße wieder frei zu machen.

Insgesamt waren 150 Feuerwehrmitglieder bei der Übung aktiv eingesetzt.

Der Bezirksführungsstab nutzte die Gelegenheit, um die eigenen Abläufe zu optimieren. Die Kommunikation zwischen dem Bereitschaftskommando und dem Bezirksführungsstab funktionierte sehr gut.  Ein elektronisches Lagebild und entsprechende Übersichten wurden erzeugt.

Bereitschaftskommandant Wolfgang Brunthaler war mit der Übung sehr zufrieden und freute sich vor allem über die gute Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Zügen und der Kommandoebene.