"Erwin war immer an der Spitze". Das Geschenk, das Erwin Pröll von der Hollabrunner ÖVP zum Geburtstag bekam, wurde eingelöst und bereitete ihm eine besondere Freude: Mit dem Fahrrad führte die "Tour de Pröll" durch den Bezirk.

Von Sandra Frank. Erstellt am 16. Juni 2017 (19:36)

Zu seinem 70er bekam Erwin Pröll eine Radtour geschenkt. „Das war eine großes Freude, es war wirklich ein wunderschönes Geschenk und exzellent organisiert“, lobte der ehemalige Landeshauptmann den ÖVP-Bezirksgeschäftsführer Hans Gschwindl. Denn er hatte nicht nur die Idee, er wählte die Route – in der Form der Zahl sieben – aus, organisierte einheitliche Outfits und Verpflegungsstationen.

Nach einem kurzen Regenschauer am Morgen ging die 70 Kilometer lange "Erwin Pröll Radtour" in Radlbrunn los. „Es ist eine Tour und kein Rennen“, mahnte Pröll seine Mitfahrer zur Vorsicht auf den nassen Straßen. Mit am Start war auch der Obernalber Josef Widhalm. Mit seinen 76 Jahren war er der älteste Teilnehmer. Zum „Aufwärmen“ fuhr er übrigens wenige Tage vor der Tour mit dem Fahrrad von Obernalb nach Mariazell.

Erster Halt in Sitzendorf

In Sitzendorf hielten die Pedalritter zum ersten Mal, um sich zu stärken. „Bei mir gibt’s nur Bananen“, lachteBürgermeister Martin Reiter, der bei der Geburtstagstour von Anfang an mit dabei war. In Immendorf erwartete Landtagsabgeordneter Richard Hogl den
ehemaligen Landeshauptmann, zur Stärkung gab’s Würstel. Denn die etwa 30-köpfige
Gruppe hatte die „Königsetappe“ von Immendorf über den Berg nach  Mailberg
und weiter nach Haugsdorf noch vor sich. „Die Hälfte haben wir schon“, sprach
Pröll seiner Truppe Mut zu.

In Haugsdorf wurden die Radfahrer von  Kindergartenkindern überrascht, die vor dem Gemeindeamt ein Ständchen sangen. Die vierte Etappe führte  nach Retz, wo Stadtchef Helmut Koch, Zellerndorfs Bürgermeister Markus Baier und Pulkaus Stadtchef Manfred Marihart, der schon von seinem Heimatort Rafing in die Weinstadt geradelt war, die Gruppe in Empfang nahmen. Gemeinsam radelten sie weiter zur Endstation, der Pillersdorfer Kellergasse.

Immer an der Spitze

„Erwin war immer an der Spitze“, lobte Gschwindl den ehemaligen Landeshauptmann, dass er stets die Führung inne hatte. „Ich hab‘ dir doch die letzten 40 Jahre bewiesen, dass ich Tempo machen kann“, konterte Pröll lachend. Stets an seiner Seite: Der Hollabrunner Gemeinderat Alex Rausch, der die Strecke genau kannte und mit einigen Mitgliedern seines "Wolfsrudels" die Gruppe im Auge behielt.

Der ehemalige Landeshauptmann genoss seine Geburtstagstour, die unter den Teilnehmern liebevoll „Tour de Pröll“ genannt wurde, sichtlich und wünschte sich, diese in ähnlicher Form zu wiederholen. Er habe die Radtour wesentlich lockerer angehen können als noch vor zwei oder fünf Jahren, als er noch Landeshauptmann gewesen ist, sagt der 70-Jährige.  Er habe den Umstieg in den neuen Lebensabschnitt jedenfalls gut geschafft. „Ich bin gut eingebettet. Egal, wo ich hinkomme, man begegnet mir mit Respekt und Wohlwollen.“ Er sei dankbar und froh, dass die gesamte Gruppe gut in der Pillersdorfer Öhlbergkellergasse angekommen ist. Hier war es übrigens, wo der ehemalige Landeshauptmann zum ersten Mal Sepp Forcher traf „und eine sehr innige
Freundschaft entstanden ist“.