Falscher Polizist erbeutete Schmuck. Polizeikommando Hollabrunn warnt davor, auf falsche Beamte hereinzufallen.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 12. August 2020 (03:59)
Die Polizei warnt vor falschenAnrufern, die versuchen,älteren Leuten Wertsachen herauszulocken. Die beiden bekannten Fälle im Bezirk dürften nicht die einzigen gewesen sein …Shutterstock/Brian A Jackson

Mit einer gemeinen Masche, die dem bekannten „Neffentrick“ ähnelt, haben zuletzt Unbekannte im Bezirk Hollabrunn versucht, ältere Frauen auszubeuten.

Ein bisher unbekannter Täter rief Ende Juli zur Mittagszeit eine 81-jährige Frau im Gemeindegebiet von Hollabrunn an und gab sich als Kriminalbeamter aus. In der Folge erzählte er, dass eine im Nahbereich wohnhafte ältere Dame zusammengeschlagen worden sei. Außerdem fragte der Anrufer nach, ob im Haus Schmuck oder Bargeld vorhanden sei, welches von der Kriminalpolizei geschützt werden müsse.

In diesem Fall gerieten die Betrüger jedoch an die Falsche: Die Angerufene erkannte den Betrugsversuch, beendete das Telefonat und zeigte den Vorfall bei der Polizei Hollabrunn an.

Nur eine Woche später erhielt eine 82-jährige Frau im Bezirk Hollabrunn einen Anruf von einem bisher unbekannten Täter, der sich ebenfalls als Kriminalbeamter ausgab. Der falsche Polizist erzählte von einem Wohnhauseinbruch in der Nähe und von der Festnahme des Täters.

Bei dieser Festnahme sei ein Zettel mit Namen vorgefunden worden. Da auch die Angerufene auf dem Zettel angeführt sei, wolle der Polizist die Wertgegenstände der Betroffenen sicher verwahren.

Das Opfer übergab in weiterer Folge seine Schmuckstücke im Wert von rund 2.500 Euro auf einem außerhalb des Ortsgebietes befindlichen Parkplatz. Der falsche Polizist – rund 180 cm groß und schlank – zeigte keinen Ausweis vor, trug Zivilkleidung und Mund-Nasen-Schutz.