FPÖ präsentierte Kandidaten zur Landtagswahl

Erstellt am 30. November 2022 | 05:00
Lesezeit: 3 Min
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FPÖ-Listenvorstellung in Hollabrunn (v.l.): die Nummer drei auf der Bezirksliste Manfred Baumgartner, Manuel Hutter (Listenplatz fünf), Gabriele Kada ist die Nummer zwei, Michael Sommer ist Erstgereihter, Gerald Schlesinger als Nummer vier und „Präsentator“ Christian Lausch.
Foto: Christian Pfeiffer
Der Hollabrunner Michael Sommer führt die Bezirksliste der Freiheitlichen an.
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Die FPÖ Hollabrunn lud zum Pressefrühstück, um die ersten fünf Kandidaten im Bezirk für die kommende Landtagswahl persönlich zu präsentieren. Als „Präsentator“ fungierte der Nationalratsabgeordnete Christian Lausch. Er sprach von einer „sehr wichtigen“ Wahl, es ginge um nicht weniger als um mehr Demokratie für Niederösterreich. Umgehend kam er dann auf die „Malversationen der ÖVP“ zu sprechen, „die Niederösterreich nicht auslassen“.

Die „Ignoranz“ und „Arroganz“ des Teams der Landeshauptfrau prangerten dann auch die Kandidaten in ihrer persönlichen Vorstellung an. Der Unterretzbacher Manuel Hutter (36) machte als Fünfter auf der Liste den Anfang. Seine Beweggründe, sich aufstellen zu lassen, fasste er so zusammen: „Das kann so nicht weitergehen.“ Für ihn sei die FPÖ der richtige Weg.

Für den 61-jährigen Dippersdorfer Gerald Schlesinger, der auf dem vierten Platz kandidiert, ist es wichtig, „den Bürgern eine Stimme zu geben, die jetzt missachtet werden, deren Stimme nicht zählt“. Er wolle „schauen, ob man was bewegen kann“.

Auf den Drittplatzierten trifft wohl die Beschreibung „blaues Urgestein“ vollumfänglich zu. Seit 1979 ist Manfred Baumgartner (65) in der FPÖ, seit 37 Jahren Gemeinderat und aktuell auch Vizebürgermeister in Alberndorf. „Ich habe meine FPÖ-Mitgliedschaft noch nie bereut“, so Baumgartner, der verhindern will, dass weiter „skrupellos über die Leut‘ drübergefahren wird“. In Alberndorf sei die Zusammenarbeit besser, „weil keiner die Absolute hat“. Damit meinte er auch die „Entgleisungen“ zweier Weinviertler Bürgermeister, die meinten, die Menschen würden zu viel jammern.

Als Nummer zwei ist die Göllersdorferin Gabriele „Gabi“ Kada (57), Bezirkssekretärin von Hollabrunn und Mistelbach, gesetzt. Sie fordert jeden dazu auf, von seinem Wahlrecht Gebrauch zu machen, um die „ÖVP vom hohen Ross zu stoßen“.

„Die eindeutige Nummer eins“, so stellte Lausch seinen Nachfolger im Bezirk, Michael Sommer, vor. Er sei zwar erst 26 Jahre alt, verfüge aber über viel politische Erfahrung, streute Lausch ihm Rosen. „Es wird nichts gemacht, um die Menschen zu entlasten“, war Sommer entrüstet, „von politischer Seite kommt genau nix.“ Nach drei guten Gründen die FPÖ zu wählen gefragt, sagte er: „Soziales Gewissen, Ehrlichkeit, Einsatz für Menschen.“

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