Homeoffice: Ganz entspannte Kollegen auf vier Pfoten. Während man viele Bürokollegen aufgrund der Corona-Situation schon länger nicht mehr gesehen hat, gibt’s daheim im Bezirk Hollabrunn mitunter recht eigenwillige „Mitarbeiter“.

Von Belinda Krottendorfer. Erstellt am 13. Februar 2021 (04:55)

Stören die Vierbeiner beim Online-Meeting oder sind sie eine willkommene Abwechslung? Die NÖN hörte sich im sozialen Netzwerk um, wie es Katzenbesitzern im Bezirk ergeht.

Hochschulprofessorin Elfriede Berger arbeitet an manchen Tagen bis zu zehn Stunden mit Zoom, ihre Katze ist ständig bei ihr. „Sie strahlt eine unglaubliche Dankbarkeit aus und ist ständig um mich besorgt“, erzählt die Hollabrunnerin. „Mietzegatze“ liegt am Teppich, am Tisch, im freien Fach im Bücherregal oder hinter der Kamera. Entweder will sie mitarbeiten oder entspannen.

„Eigentlich sollte jeder Homeoffice-Platz mit Katze ausgestattet werden.“ … scherzt Katzenbesitzerin Elfriede Berger

Bei Meetings oder im Zuge der Lehre muss Berger sie aber aus dem Zimmer sperren, da sie immer wieder vor die Kamera will. „Im Großen und Ganzen erlebe ich ihre Anwesenheit als unglaublich entspannend; eigentlich sollte jeder Homeoffice-Platz mit Katze ausgestattet werden“, scherzt die Professorin.

Angelika Büchler vom Abfallverband Hollabrunn musste ebenfalls lernen, ihren Arbeitsplatz mit ihrem schwarzen Kater Noah zu teilen: „Wenn ich den Laptop schließe, sitzt er gerne darauf oder beschlagnahmt meinen Sitzhocker. Steht mein Wasserglas neben mir am Boden, streiten wir um das Wasser, sodass nun zwei Gläser am Boden stehen.“

Florian Weiss liebt es, bei seiner Hündin Becci daheim zu sein und in den Arbeitspausen auch mal ein paar Kuschelrunden einlegen zu können. Katharina Schwarzer berichtet, dass ihre Katze überglücklich ist, dass immer Menschen da sind und ihr Klo sauber machen, wann immer sie das befiehlt. Zur Belohnung benutzt sie dieses seit März auch brav.

Patrick Weichmann aus Watzelsdorf nimmt beim Arbeiten sogar Rücksicht auf seine Katzen. Die Geschwister Molly und Carlo sind nicht gerade wasserscheu und betätigen gerne die Badewannenarmatur. „Bei zwei von drei Videokonferenzen kann ich mir sicher sein, dass sich einer der beiden einbildet, ein Bad nehmen zu müssen“, schildert er augenzwinkernd.

Das Blöde sei nur, dass sich sein Homeoffice-Büro genau auf der anderen Wandseite der Wanne befindet und das Geräusch der Leitung beim einfließenden Wasser so laut zu hören ist, dass man unmöglich telefonieren kann. „Drei Lockdowns später haben wir uns darauf geeinigt, dass die Badewanne ihnen gehört und ich im Keller besser aufgehoben bin“, erzählt Weichmann.