Mit der Ersparnis noch nicht am Ziel. Hollabrunner Grünen-Abgeordneter Georg Ecker sieht weiter viel Handlungsbedarf im Öffi-Netz.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 11. September 2021 (05:54)
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„Ticketkauf am Automaten war gestern“, sagt Landtagsabgeordneter Georg Ecker von den Grünen. Er hofft, dass dies künftig auch für Busse in Niederösterreich gelten wird.
Die Grünen

Bis zu 582 Euro (aus Retz oder Limberg-Maissau) können Wien-Pendler aus dem Bezirk Hollabrunn im Vorverkauf pro Jahr mit dem ab Ende Oktober gültigen Klimaticket sparen. Mit Gültigkeit in Wien kämen noch einmal zumindest 365 Euro Ersparnis dazu, betont Grünen-Landtagsabgeordneter Georg Ecker: „Denn obwohl die Länder Niederösterreich und Wien das österreichweite Ticket noch blockieren, gilt das Klimaticket bereits ab der Einführung auf allen Strecken der ÖBB – und damit auch auf der Nordwestbahn sowie auf der Franz-Josefs-Bahn“, freut sich der Hollabrunner.

Das gesamte Netz der ÖBB sowie der Regionalverkehr in sechs Bundesländern sind im neuen Klimaticket inkludiert. „Dass Landeshauptfrau Mikl-Leitner und Landeshauptmann Ludwig hier eine gemeinsame Einführung in ganz Österreich verunmöglicht haben, finde ich schade. Ich würde mir wünschen, dass die Öffis endlich auch in Niederösterreich einen höheren Stellenwert bekommen“, sagt Ecker. Ein einfaches und günstiges Ticket für alle Öffis sei auch in Niederösterreich dringend nötig. „Das Land muss daher nachziehen und die Blockade beenden“, fordert der Grünen-Politiker.

Viele Orte nicht regelmäßig per Bus erreichbar

Gerade die Einbindung des Bus-Systems und der Wiener Kernzone wäre wichtig, um den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel für noch mehr Pendler im Bezirk Hollabrunn schmackhaft zu machen, meint Ecker: „Hier ist Niederösterreich aber nicht nur beim gemeinsamen Ticket, sondern auch beim Ausbau der Öffis säumig.“

Noch immer seien im Bezirk viele Orte nicht regelmäßig per Bus erreichbar. „Es muss heute Standard sein, dass man zu den Stoßzeiten in der Früh von den Ortschaften zum nächsten Bahnhof kommt und am Abend wieder zurück. Das muss die Grundlage für ein künftiges bedarfsorientiertes Öffi-Netz am Land sein“, mahnt Ecker und unterstreicht: „Der Bund investiert so viel wie noch nie in den Ausbau der Schieneninfrastruktur. Jetzt muss das Land NÖ nachziehen und ebenfalls das Angebot verbessern.“