Projekte für erhoffte Landesausstellung 2021. Rund um die Bewerbung für die Niederösterreichische Landesausstellung im Jahr 2021 in Retz und Znojmo/Znaim sollen auch in den Retzer-Land- Gemeinden viele nachhaltig wirkende Projekte gestartet werden.

Erstellt am 20. Februar 2018 (11:30)
Nationalpark Thayatal/Christian Übl
Grenzbrücke Hardegg

In Retz selbst plant man die Sanierung des denkmalgeschützten Schüttkastens und der Räumlichkeiten der ehemaligen Winzergenossenschaft sowie im Zuge der Errichtung des Bildungscampus Retz den Bau einer Mehrzweckhalle.

Bürgermeister Helmut Koch: „Für die Entscheidung durch das Land NÖ für den Zuschlag ist die angestrebte Nachnutzung wichtig. Diese ist durch die geplanten Vorhaben gegeben!“ Neben der benötigten Infrastruktur in den Gebäuden sollen auch weitere Parkplätze geschaffen werden. „Insgesamt sollen 27 Millionen Euro in die Vorhaben in Retz und in den Gemeinden investiert werden“, erklärt der Stadtchef.

„Altes Zollhaus“ wird „Haus des Friedens“

In der Wein- und Kulturstadt Pulkau werden noch heuer die fast eintausend Jahre alte St. Michaels-Kirche und der Karner fertig restauriert sein. Beabsichtigt ist auch der Ausbau eines ehemaligen Gasthauses direkt im Zentrum. Hier sollen ein Probenlokal für die Musikkapelle und die örtlichen Chöre und (wieder) ein Gasthaus „entstehen“. Weiters plant man die Revitalisierung des Veranstaltungszentrums Pöltingerhof. In Retzbach setzt man auf bauliche Sanierungsmaßnahmen am „Alten Zollhaus“ in Mitterretzbach.

Dieses dann „Haus des Friedens“ genannte Gebäude soll für Dokumentationen über die Geschichte der Grenze genutzt werden. Geplant sind auch Sanierungsmaßnahmen am Steg und an den Grundmauern der Wallfahrtskirche beim Hl. Stein sowie die Auspflanzung eines Naschweingartens, ebenfalls in Mitterretzbach.

„Mobiler Marktplatz“ und zwei Hängebrücken

In der kleinen Stadtgemeinde Schrattenthal sind vor allem die Sanierung und Attraktivierung der 1980 errichteten Europawarte in Waitzendorf und des an dieser angrenzenden Rad- und Wanderwegenetzes angedacht. In Obermarkersdorf ist ein „Mobiler Marktplatz“ für Bauernmärkte und ähnliches  geplant. In Zellerndorf stehen verschiedene (Sanierungs-)Maßnahmen im Tourismusbereich des Gemeindeamtes und am Bildungscampus auf dem Programm. In Hardegg setzt man naturgemäß auf den grenzüberschreitenden Nationalpark Thayatal/Národní Park Podyjí.

Derzeit existiert in Hardegg nur eine direkte Weg-Verbindung zwischen den beiden Schutzgebieten, nämlich die Thayabrücke. Jetzt sollen zusätzlich zwei Hängebrücken über den Grenzfluss errichtet werden, nicht zuletzt deshalb, um die neuen grenzüberschreitenden Rundwanderwege „Einsiedler“ und „Stadt Hardegg“, die jeweils von Österreich nach Tschechien und wieder zurück führen, realisieren zu können.