Rote wollen Müll rasch entsorgen können. Bezirks-SPÖ hält an ihrem Wunsch fest: Öffnungszeiten der Müllsammelzentren sollen verbessert werden.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 23. August 2019 (10:38)
SPÖ
Joachim Amon, Stefan Hinterberger und Markus Weese (v.l.) leiten die Arbeitsgruppe Abfallentsorgung der Bezirks-SPÖ. Das Trio will die Öffnungszeiten der Abfallsammelzentren im Bezirk optimieren.

Dass Maissau vor wenigen Wochen beschlossen hat, eine plastikfreie Gemeinde zu sein, freut den Maissauer SPÖ-Chef Markus Weese. Es sei ein wichtiger Beitrag zur Müllvermeidung. "Ergänzend sollten aber auch die Abfallsammelzentren im Bezirk entsprechend angepasste Öffnungszeiten aufweisen können, damit der Müll ordnungsgemäß entsorgt werden kann“, meint Weese, der Mitglied der  Arbeitsgruppe Abfallwirtschaft  der Bezirks-SPÖ ist. 

Eine Änderung bei den Öffnungszeiten der Abfallsammelzentren (ASZ) ist ein lang gehegter Wunsch der Bezirksroten. "Oftmals sind die Zeiten so gelegt, dass Schichtarbeiter oder Wien-Pendler keine Chance haben, ihren Müll in ein Sammelzentrum zu bringen", ortet Joachim Amon. Er ist Vorsitzender der SPÖ-Pernersdorf und habe dort bereits mit Neo-Bürgermeister Johann Kettler über die Idee gesprochen, dass jedes ASZ  an einem fixen Samstag im Monat für zwei Stunden geöffnet haben soll. "Er hat uns seine Unterstützung zugesagt." 

ASZ-Öffnungszeiten am Samstag "sind nicht zufriedenstellend"

In Dürnleis, Hadres, Hollabrunn, Maissau und Ziersdorf gibt es ASZ, die im Besitz des Abfallverbandes sind. Diese haben im Wechsel samstags geöffnet und sind für alle Bürger im Bezirk zugänglich. "Für mich keine zufriedenstellende Lösung", sagt Stefan Hinterberger, der gemeinsam mit Amon und Weese die SP-Arbeitsgruppe leitet. 

Warum? "Wer zu Hause eine Baustelle hat, will den Müll rasch entsorgen." Je nachdem welches ASZ geöffnet hat, könne er seinen Müll von Göllersdorf nach Hadres bringen. "Was CO2-technisch ein Wahnsinn ist." Oder er warte eine Woche, bis das Hollabrunner ASZ seine Pforten am Samstag öffnet. Laut Hinterberger gebe aus noch eine dritte Variante: "Oder ich nehme mir einen Urlaubstag, damit ich dienstags oder donnerstags den Göllersdorfer Bauhof besuchen kann.“

Bessere Öffnungszeiten, weniger CO2-Ausstoß

Weese rechnet vor, was das für die Umwelt bedeutet: 5.000 gefahrene Kilometer mit einem Pkw würden etwa eine Tonne CO2-Ausstoß bedeuten. Wenn nur 15 Bürger im Monat durchschnittlich 30 Kilometer  - 15 hin, 15 retour - in ein überregionales ASZ fahren, ergebe das bereits 5.400 gefahrene Kilometer. 

"Ein vor Ort geöffnetes ASZ würde daher den CO2-Ausstoß im Bezirk verringern“, meint Weese, der überzeugt ist, dass sich die Bevölkerung  über eine Ausweitung der samstäglichen Öffnungen freuen würde.