Spurensuche nach fast Verschwundenem. Karl und Martin Zellhofer haben sich nach ihrem erfolgreichen Buch „Verschwundenes Weinviertel“, das im Verlag Winkler-Hermaden erschienen ist, abermals auf Spurensuche begeben. Ziel ihrer Recherchen: Die verschwundenen Eisenbahnen des Weinviertels, so auch der Titel des soeben erschienen Buches.

Erstellt am 16. April 2018 (12:19)
Verlag Winkler-Hermaden
Dichter Güterverkehr herrschte Anfang der 1980er-Jahre noch am Bahnhof Pulkau. Jegliche Betriebsamkeit ist heute verschwunden.
 

 

Das Weinviertel war einst mit einem dichten Netz von Nebenbahnen durchzogen. Rund 300 Kilometer Nebenbahnen ergänzten die Hauptstrecken. 1988 wurde im größten Teil des Weinviertler Nebenbahnnetzes der Personenverkehr – bis auf einige kurze, modernisierte Restbetriebe – eingestellt.

Trotz der Qualitätssteigerung folgten weitere Einstellungen, eine schrittweise Aufgabe des Güterverkehrs und schließlich Streckenabtragungen. Selbst auf den Hauptstrecken kam es zu Schließungen von Haltestellen und zur Abtragung von Gütergleisen.

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Wie viele andere musste auch das Bahnhofsgasthaus Hetzmannsdorf-Wullersdorf schließen.
 

Auch im Bezirk finden sich heute noch Spuren des früher so bedeutsamen Verkehrsmittels: Verfallende Bahnhöfe, überwachsene Gleisanlagen, Bahndämme ohne Schienen, bedeutungslose Brücken, Lagerhäuser ohne Gleisanschluss oder geschlossene Bahnhofswirtshäuser.

Dieses Buch dokumentiert diese Reste, bevor sie ganz verschwinden, und lässt Menschen zu Wort kommen, die im Eisenbahnbetrieb tätig waren. Schaffner, Dampflokführer, Stellwerker und Bahnhofswirt erzählen, wie sich ihr Alltag mit der Eisenbahn einst gestaltet hat.

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Die ehemalige Haltestelle Pernersdorf-Pfaffendorf an der Strecke von Zellerndorf nach Laa an der Thaya.