Start ins Weihnachtsgeschäft: Einkaufslust ist zu spüren

Erstellt am 29. November 2022 | 20:00
Lesezeit: 3 Min
Der Internethandel boomt, Geschäftsleute im Bezirk Hollabrunn setzen daher auf persönliche Beratung.
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Die Teuerung macht sowohl dem Handel als auch Privatleuten zu schaffen. Trotzdem organisierte das Hollabrunner Stadtmarketing ein vielfältiges Programm, das mit seinem Ambiente die Adventzeit versüßen und dem Handel zu mehr Umsatz verhelfen soll. Die NÖN hat sich bei Veranstaltern und Geschäftsleuten umgehört.

Der Hollabrunner Weltladen in der Fuzo ist eine beliebte Anlaufstelle für Weihnachtsgeschenke aller Art. Gerade das mache einen großen Teil vom Umsatz des Jahres aus, betont Geschäftsführerin Romana Haftner. „Wir hoffen, dass viele Kunden kommen und in freundlicher und gemütlicher Atmosphäre unsere Produkte anschauen und vielleicht auch kaufen“, verweist sie dabei auf die Hintergründe der Produkte. „Dass Menschen einen fairen Preis dafür bekommen, das muss einfach wieder geschätzt und gesehen werden.“ Ein besonderes Ambiente schaffe zudem die persönliche Beratung im Geschäft.

Neben dem Kaffee ist die angebotene fair produzierte Schokolade einer der Bestseller. „Der Schokoladennikolaus hat jetzt in der Zeitschrift Konsument wieder als einer der besten in seiner Kategorie abgeschnitten“, freut sich die Chefin. Sie merke aber, dass die heutige Generation öfter auf den Preis schaue und Schnelligkeit im Alltag immer wichtiger wird. „Der Weltladen ist genau das Gegenteil davon. Da muss es nicht schnell gehen und man muss sich Zeit nehmen“, erklärt Haftner.

„Black Friday“ sei kein guter Impuls für Gewinne

„Ich glaube, dass die Stimmung nicht so schlecht ist, wie es viele befürchtet haben. Es wird aber jetzt nicht unbedingt das überragende Weihnachtsgeschäft sein“, meint der Hollabrunner Unternehmer Gerald Schneider im NÖN-Gespräch.

Auf der einen Seite sei die Einkaufslust der Leute wieder zu spüren, aber auf der anderen Seite gebe es die Effekte der Inflation und Teuerung. „Das wird sich aber sicher wieder aufheben. Die wirklichen Kosten sind ja noch nicht bei den Haushalten angekommen“, sagt der Unternehmer und glaubt daran, dass sich die Wirkung erst im nächsten Jahr zeigen wird.

Den vergangenen „Black Friday“ sieht Schneider nicht als Impuls, um viel Gewinn zu machen. Man möchte die gewohnte Leistung bringen und mit „normalen“ Aktionen das Weihnachtsgeschäft abwickeln. „Wir wollen wieder dorthin, dass man den Kunden ein ordentliches Produkt bietet – mit einem angemessenen Preis.“ Der Internethandel habe sich enorm verstärkt. Trotzdem könne er für Kunden nicht dasselbe Erlebnis bieten wie der stationäre Handel: „Es geht darum, Dinge zu erleben und zu probieren. Kunden, die ein gewisses Faible für Produkte haben, werden eher ein Geschäft besuchen.“

Geschäftsmann Günther Hofer ist auch Obmann des Vereins „Wirtschaft Retz“. „Die Stimmung bei den Unternehmern ist positiv“, laute das Fazit der Retzer Handelstreibenden nach dem ersten Adventwochen ende.

Im Rahmen der WKNÖ-Kampagne #ichkauflokal wurde übrigens der internationale „Black Friday“ (25.11.) als niederösterreichweiter Aktionstag blau-gelb „eingefärbt“. „Der lokale Einkauf ist ein klares Bekenntnis zur Region, zu unserem gemeinsamen Lebensraum und zu unserem Wirtschaftsstandort“, betont Bezirksstellenobmann Alfred Babinsky. Unterstützt wurde die Aktion durch den Anreiz, bis zu 300 Euro vom Einkauf zurückgewinnen zu können.

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