Bezirk Hollabrunn verzeichnet viele "Zuagraste". Wie schon in den Jahren vorher war Niederösterreich auch 2020 wieder das beliebteste Bundesland für Zuzügler aus anderen Regionen Österreichs. Der Bezirk Hollabrunn liegt im Ranking weit vorne.

Von Red. Hollabrunn. Erstellt am 19. Juni 2021 (14:05)
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Im Ranking der Zuzügler ist der Bezirk Hollabrunn zwar weit vorne, verliert aber auch relativ viele Bewohner, die ins Ausland auswandern.
Usercontent, Symbolfoto: Shutterstock.com/ Mikhail Azarov

Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst der jüngsten Binnenwanderungsbilanz der Statistik Austria entnommen hat, haben im Vorjahr 32.136 Personen aus den acht anderen Bundesländern ihren Hauptwohnsitz nach Niederösterreich verlegt, während von hier nur 26.741 in ein anderes Bundesland weggezogen sind. 

Zum Vergleich: Das zweitplatzierte Burgenland erreicht mit 7.209 Zuzügen, jedoch auch 5.077 Wegzügen einen Binnenwanderungsgewinn von 2.132. Andere Bundesländer bilanzieren überhaupt deutlich negativ, wie Wien (-3.431), Salzburg (-2.418) oder Tirol (-1.630). In Niederösterreich hat der Bezirk Gänserndorf mit einem Plus von 1.127 Personen die stärkste Zunahme aus der Binnenwanderung erzielt, knapp gefolgt von Tulln (1.123), Wiener Neustadt-Land (725) und Hollabrunn (538). In der Negativbilanz führt die Stadt Krems (-159) vor den Bezirken Baden (-128), Lilienfeld (-113) und Amstetten (-107).

Doch nicht nur für Inländer, auch für Personen mit nicht-österreichischer Staatsbürgerschaft ist das Bundesland Niederösterreich als Wohngegend attraktiv. Wie die Statistik Austria in ihrer jüngsten Studie über die internationalen Wanderungsbewegungen im Bundesgebiet erhoben hat, sind im Vorjahr rund 16.100 Personen aus dem Ausland nach Niederösterreich übersiedelt.

Hollabrunn ganz vorne bei Auslandsumzügen

Diesen 16.100 Zuzügen standen 2020 rund 10.900 Wegzüge ins Ausland gegenüber, wie der NÖ Wirtschaftspressedienst berichtet. In Niederösterreich hat der Bezirk Bruck/Leitha mit einem Plus von 1.770 Personen die stärkste Zunahme aus der Außenwanderung erzielt, gefolgt von Baden (812), Tulln (341) und Neunkirchen (252). In der Negativbilanz finden sich nur zwei Bezirke: Hollabrunn (-60) und die Stadt Waidhofen/Ybbs (-4).

Bundesweit entfallen drei Viertel des Wanderungsgewinns bei den nicht-österreichischen Staatsangehörigen auf EU-Bürger. Dabei bilden die Deutschen die größte Gruppe, gefolgt von den Rumänen und den Kroaten.