Wullersdorfer gegen Atommüll-Bedrohung.

Erstellt am 04. September 2017 (11:12)
Marktgemeinde Wullersdorf, AL Gerlinde Edel
Bürgermeister Richard Hogl und Peter Haftner (eNu)

Mit einer Unterschriftenaktion macht das Land NÖ seit Mitte Juni gegen ein mögliches Atommüll-Endlager an der niederösterreichischen Grenze mobil. Aus Wullersdorf wurden nun mehr als 100 Unterschriften an Stephan Pernkopf überreicht. „Wir können auf die Unterstützung unserer Gemeinden zählen“, dankte der LH-Stellvertreter. Jede Unterschrift sei ein starkes Zeichen gegen die tschechischen Pläne nahe der Grenze.

Tschechien ist seit 2016 auf der Suche nach einem Standort für den täglich produzierten Atommüll, mehrere potenzielle Standorte seien derzeit bekannt und werden geprüft; darunter etwa Čihadlo, nur rund 21 Kilometer von der Staatsgrenze entfernt.

„Österreich hat sich bereits 1978 gegen die Atomkraft entschieden. Nicht zuletzt, weil Atomkraft ein großes Risiko für unsere Regionen darstellt. Niederösterreich zeigt, dass eine zukunftsfähige Energiewende möglich ist“, erklärt Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur Niederösterreich (eNu).

Neben der Möglichkeit, online auf www.energiebewegung.at/atommuell zu unterschreiben, liegen auch Unterschriftenlisten in den Gemeindeämtern auf. „Die Sicherheit unserer Bevölkerung steht an erster Stelle und ist jedenfalls eine Unterschrift wert. Ich hoffe, dass viele noch die Möglichkeit nutzen, sich bis Ende September in eine Unterschriftenliste auf der Gemeinde einzutragen“, so Wullersdorfs Bürgermeister Richard Hogl.