Fußgeherin in Pernersdorf getötet: Prozess vertagt. Verteidiger beantragte nach erster Einvernahme Lokalaugenschein und Kfz-Gutachten.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 05. September 2018 (04:29)
NÖN-Archiv
Das Unglück geschah auf der Straße zwischen Pfaffendorf und Peigarten.

Zu einem tragischen Unfall war es am 7. April dieses Jahres gekommen, als eine Pulkautalerin auf der B 45 zwischen Pfaffendorf und Peigarten gegen 22.45 Uhr von einem Auto erfasst wurde und ihren schweren Verletzungen erlag. Der 27-jährige Lenker des Fahrzeugs musste sich nun am Bezirksgericht Hollabrunn wegen fahrlässiger Tötung verantworten.

„Das hätte jedem passieren können“

Heribert Donnerbauer, Anwalt des Angeklagten, wies darauf hin, dass das Opfer zum Zeitpunkt des Unfalls erheblich alkoholisiert gewesen sei. Sein Mandant hingegen sei nüchtern und aufmerksam gewesen. Es sei nicht erkennbar gewesen, dass hier jemand auf die Straße tritt. Der Angeklagte, der mit einem Freund auf dem Weg nach Tschechien war, bekannte sich demzufolge nicht schuldig.

Der 27-Jährige gab an, mit 90 bis 100 km/h und eingeschaltetem Fernlicht unterwegs gewesen zu sein, als es rechts plötzlich einen „Riesenknall“ gab, er sein Auto nach links verriss und eine Vollbremsung hinlegte. „Da war vorher niemand auf der Straße. Das hätte jedem passieren können“, meinte er. Zunächst hätten er und sein Beifahrer gedacht, ein Reh erwischt zu haben. Als sie ausstiegen und einen Schuh auf der Straße sahen, alarmierten sie sofort die Rettung.

Die Aussagen des Beifahrers (20) deckten sich jedenfalls mit jenen des Angeklagten. Der 20-Jährige hatte zum Unfallzeitpunkt allerdings 1,2 Promille.

Donnerbauer forderte nach den ersten Einvernahmen einen Lokalaugenschein sowie ein Kraftfahrzeug-Gutachten, das seinen Mandanten entlasten soll. Die Verhandlung wurde vertagt.